Liebe Leserin, lieber Leser,
als ich im August 1990 die Redaktion der „Blätter für Vorgesetzte“ übernommen habe, hätte ich nicht gedacht, dass exakt 20 Jahre und 241 Ausgaben später die August-Nummer 2010 die letzte von mir betreute Ausgabe des seit Januar 1957 (!) erscheinenden und damit ältesten Informationsdienstes des Bundesarbeitgeberverbandes Chemie (BAVC) sein würde.
Die „Blätter“ mit der Zielgruppe Vorgesetzte, insbesondere Meister und Betriebsleiter, wurden in dieser Zeit mehrfach, zum Teil auch grundsätzlich - zuletzt im Januar 2005 und im Juni 2009 - einer Neugestaltung unterzogen, um auf der Höhe der Pressekunst und des Corporate Design zu bleiben.
Inhaltlich kreisen die Blätter damals wie heute schwerpunktmäßig um die Themen Führung, Kommunikation, Verhalten, praktische Ratschläge für den Alltag, aber auch Sachinformationen aus den Bereichen Gesellschaft, Wirtschaft und Arbeitsleben.
Garniert mit Schaubildern und Cartoons war das aus Sicht des BAVC ein Informationsangebot an Sie, liebe Leserinnen und Leser, das Ihnen in Ihrer Rolle und Funktion im Unternehmen, aber auch persönlich, von Nutzen sein sollte.
Jedenfalls habe ich, indem ich mich mit den unterschiedlichsten Autoren und Artikeln auseinandersetzte, redigierte und schließlich publizierte, selbst zahlreiche Anregungen erhalten, die nachhaltig weiter wirken werden.
Nach über 30 Jahren im BAVC, dem ehemaligen „Arbeitsring Chemie“, in den ich am 1. Februar 1980 eingetreten bin und in dem ich in verschiedensten Funktionen zu der Sache der Chemie-Arbeitgeber und der besonderen Form der Chemie-Sozialpartnerschaft beitragen konnte, wechsele ich nun zum 1. September 2010 über in das, was man mit einer bemerkenswerten Formulierung die „passive Phase der Altersteilzeit“ nennt.
Mein Kollege und Nachfolger Dirk Meyer wird dann ab September – welch schönes Sprachbild – das Heft in die Hand nehmen. Er wird in Zukunft die „Blätter“ redaktionell betreuen, gestalten und weiter entwickeln.
Eine Erinnerung und Idee zum Schluss: Der erste von mir seiner Zeit veröffentlichte Artikel stammte aus der Feder von Hans-Karl Lobenwein, damals ein aus dem Personalwesen und der Weiterbildung kommender Jungpensionär der BASF, und beinhaltete zusammengefasst jahrelange Erfahrungen zum Thema „Verhaltensweisen erfolgreicher Vorgesetzter“ in der chemischen Industrie. Auch nach zwei Jahrzehnten erscheinen mir diese Ausführungen so zeitlos aktuell, dass ich mich entschlossen habe, meinen ersten Artikel mit minimalen Änderungen auch zu meinem letzten Artikel werden zu lassen.
Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, danke ich, dass Sie Kritik und Lob geäußert sowie Anregungen gegeben haben, vor allem aber über die Jahre hinweg den „Blättern“ gewogen geblieben sind.
Herzlichst Ihr
Hans-Günter Glass









