Konjunktur:
Chemie auf Sparflamme

Der Jahreswechsel ist üblicherweise auch in der Presse der Zeitpunkt, um optimistisch nach vorne zu blicken. 2013, ein Jahr geprägt von Wahlkampf, langwierigen Koalitionsverhandlungen und einer schwachen wirtschaftlichen Dynamik ist abgehakt. Das neue Jahr kann kommen — mit neuer Regierung und neuer Hoffnung für 2014. Umso mehr sollte es zu denken geben, wenn einschlägige Medien mit Blick auf die konjunkturelle Entwicklung der chemischen Industrie vorsichtige Töne für das neue Jahr anschlagen.
 
Kaum Schwung für 2014
 
„Chemie kommt nur langsam in Fahrt“, titelte die Börsen-Zeitung. Das Handelsblatt spricht von zaghafter Belebung. Und die Nachrichtenagentur dpa sieht „auch 2014 nur wenig Schwung“ in der deutschen chemischen Industrie.
Angesichts dieser nüchternen Lageeinschätzung wirkt die bisher von der IG BCE in der Chemie-Tarifrunde zu Markte getragene Zuversicht reichlich aufgesetzt. Der proklamierte „beginnende Aufschwung“ ist im Spiegel der öffentlichen Meinung kaum mehr als Zweckoptimismus der Gewerkschaft, um eine überzogene Lohnforderung zu untermauern.
 
Arbeitgeber fordern Kostenbremse
 
Die regionalen Tarifverhandlungen von Anfang bis Mitte Dezember 2013 haben auf Arbeitnehmerseite offenbar nicht zu einem realistischeren Blick auf die Lage der Branche geführt: Bislang beharrt die IG BCE auf ihrer Forderung nach 5,5 Prozent mehr Geld für die 550.000 Beschäftigten in den 1.900 Betrieben der chemischen und pharmazeutischen Industrie. Die Arbeitgeber fordern eine Kostenbremse, um die Wettbewerbsfähigkeit der Branche zu stärken. „5,5 Prozent mehr Geld wird es nicht annähernd geben“, bekräftigt Hans-Carsten Hansen, Verhandlungsführer der Chemie-Arbeitgeber.
 
Die IG BCE muss nun in der ersten bundesweiten Verhandlungsrunde am 15. Januar in Darmstadt zeigen, dass sie gewillt ist, ihre Wunschvorstellungen an die Realität anzupassen. Auch 2014 läuft die Chemie-Konjunktur nur auf Sparflamme.


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