Ausbildungsbilanz 2016:
Starkes Engagement in der Chemie

Ausbildungschancen sind Zukunftschancen: Mit dem im Sommer 2016 verlängerten Tarifvertrag »Zukunft durch Ausbildung und Berufseinstieg« setzen die Chemie-Sozialpartner auf die duale Ausbildung als eine wichtige Säule der Fachkräftesicherung. Im vergangenen Jahr wurden 9.193 Ausbildungsplätze in der Chemie-Branche angeboten. Die Erfolgsformel lautet: Ausbildung geht vor Übernahme. Gleichzeitig empfehlen die Tarifpartner den Unternehmen, aus Gründen der demografischen Vorsorge langfristige Übernahmeperspektiven für Ausgebildete zu eröffnen, wo immer dies möglich und sinnvoll ist. Die Übernahmequote liegt im Durchschnitt der letzten drei Jahre bei rund 90 Prozent.

Flexibilität und soziale Verantwortung

Die tarifvertragliche Lösung der Chemie-Sozialpartner, die Ausbildungs- und Übernahmechancen sinnvoll austariert, gibt Unternehmen die notwendige Flexibilität und verbessert die beruflichen Perspektiven junger Menschen: So bekamen vergangenes Jahr rund 47 Prozent der Absolventen bereits unmittelbar nach der Ausbildung einen unbefristeten Arbeitsvertrag. Im Jahr 2014 lag der Wert noch bei gut 38 Prozent. Dort, wo zunächst befristet übernommen wurde, münden die Ausgebildeten später zumeist ebenfalls in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis ein. Neben dem Thema Übernahme kümmert die Chemie-Branche sich auch um Jugendliche, bei denen es nicht gleich im ersten Anlauf mit einer Ausbildung klappt: Zusätzlich zum Engagement der Unternehmen hat der Unterstützungsverein der chemischen Industrie (UCI) — eine gemeinsame Einrichtung von BAVC und IG BCE — bis heute über 8,5 Millionen Euro in das Programm »Start in den Beruf« investiert. Über 4.000 junge Menschen konnten so an eine Ausbildung herangeführt werden. Mit dem jüngsten Tarifabschluss wurde der Förderkreis für Menschen in besonderen Lebenssituationen, wie Langzeitarbeitslose oder Flüchtlinge, erweitert und um ein neues Pre-Start-Programm ergänzt. Die Pre-Start-Maßnahmen, die bis zu drei Monate dauern können, richten sich an Jugendliche mit besonderen sprachlichen, schulischen oder sozialen Defiziten. Hierfür stellt der UCI zusätzliche Mittel in Höhe von 1 Million Euro zur Verfügung.

Herausforderungen der Zukunft

Derzeit werden in der chemisch-pharmazeutischen Industrie rund 26.500 junge Menschen in über 50 Berufen ausgebildet. Die demografische Entwicklung mit weniger Schulabgängern, aber auch der anhaltende Akademisierungstrend bei Jugendlichen stellt die Chemie-Branche in einigen Regionen schon heute vor Herausforderungen bei der Nachwuchssicherung. Diese werden sich zukünftig weiter verschärfen. Gleichzeitig warten mit der Digitalisierung der Arbeitswelt ganz neue Qualifizierungsaufgaben am Horizont. Vor diesem Hintergrund gilt es, die berufliche Aus- und Weiterbildung in den Unternehmen zu stärken — lebenslanges Lernen attraktiv und modern entlang des betrieblichen Bedarfs zu gestalten. Hier ist auch die Politik gefordert, Berufsschulen finanziell und personell so auszustatten, dass sie als Partner der Ausbildungsbetriebe erfolgreich sein können. Denn nur gemeinsam wird es gelingen, die Fachkräftesicherung in der Zukunft zu meistern.

 

Daten und Fakten

  • mehr als 50 Berufe
  • über 9.000 Ausbildungsplätze jährlich
  • rund 90 Prozent der Ausgebildeten werden übernommen

 

MEHR INFORMATIONEN
zur Ausbildung in der Chemie und freie Ausbildungsplätze finden Sie auf www.elementare-vielfalt.de, eine Initiative der Chemie-Arbeitgeberverbände.



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