UN-Behindertenrechtskonvention:
Inklusion im Betrieb

'Inklusion' verfolgt eine einfache Idee: Menschen mit Behinderungen sind ein selbstverständlicher Teil der Gesellschaft und können uneingeschränkt am gesellschaftlichen Leben teilhaben. In einem inklusiven Unternehmen sind Menschen mit Behinderungen selbstverständlicher Bestandteil der Belegschaft.

Spätestens seit dem Inkrafttreten der UN-Behindertenrechtskonvention 2009 in Deutschland hat die Inklusion mit dem Ziel der vollständigen Einbeziehung behinderter Menschen in die Gesellschaft auch im Arbeitsleben eine übergeordnete Bedeutung gewonnen.

Aktionspläne der Unternehmen

Die Verwirklichung der Inklusion liegt dabei nicht zuletzt vor dem Hintergrund des demografischen Wandels sowohl im Interesse der Wirtschaft wie auch der Gesellschaft. Der wesentliche Schritt für das Gelingen der Inklusion behinderter Menschen in unserer Gesellschaft und damit auch im Arbeitsleben ist zunächst das Erkennen der vorhandenen Potenziale aller Mitarbeiter. Behinderte Menschen können und wollen im Beruf voll leistungsfähig sein.

Die Rechte von Menschen mit Behinderungen im Unternehmen zu berücksichtigen, erfordert strategisches, planerisches Handeln. Bereits heute haben branchenübergreifend viele Unternehmen Aktionspläne verabschiedet, mit denen Ziele und Vorgaben der UN-Behindertenrechtskonvention konkretisiert werden. Hierzu gehören unter anderem Arbeitsplatzgestaltung, Barrierefreiheit sowie soziale Leistungen.

Die Wirtschaft wirbt mit zahlreichen Aktivitäten für mehr Inklusion am Arbeitsplatz. So spricht die Initiative 'Inklusion gelingt!' von BDA, DIHK und ZDH vor allem solche Betriebe an, die bisher aus unterschiedlichsten Gründen noch keine Menschen mit Behinderung ausgebildet oder beschäftigt haben. Auch ein bundesweites 'UnternehmensForum' engagiert sich seit 2002 für mehr Integration von Menschen mit Behinderung in die Wirtschaft.

Wunsch der Arbeitgeber: Verlässliche Rahmenbedingungen

Ein wesentlicher Erfolgsfaktor für eine erfolgreiche Inklusion im Unternehmen sind verlässliche Rahmenbedingungen. Hinderlich sind dagegen überzogene Schutzvorschriften im Schwerbehindertenrecht. Sie sind oft Hürden für erfolgreiche Beschäftigung von behinderten Menschen. Auch das Bundesteilhabegesetz, das zum 1. Januar 2017 in Kraft getreten ist, erhöht die bürokratischen Hürden und damit die Zurückhaltung bei der Einstellung von Menschen mit Behinderung. Aus Sicht von inklusionsengagierten Unternehmen würde neben weniger Bürokratie eine zentrale Anlaufstelle für organisatorische und finanzielle Unterstützung - auch für betroffene Arbeitnehmer - statt der bisherigen unübersichtlichen Förderstrukturen noch mehr Menschen mit Behinderung in Ausbildung und Beschäftigung bringen. Nur mit individuellen und passgenauen Lösungen lässt sich eine erfolgreiche, am Arbeitsmarkt orientierte Unterstützung behinderter Menschen erreichen.



Downloads

Typ Dateiname Dateigröße
pdf Impuls_02_2017_Inklusion im Betrieb.pdf 26,8 KB

BAVC-Newsletter

Abonnieren Sie unseren Newsletter und erhalten Sie Nachrichten, Infodienste und Pressemitteilungen bequem per E-Mail

BAVC auf Twitter

Folgen Sie dem BAVC auf Twitter, um aktuelle Informationen und Neuigkeiten des Verbandes in Echtzeit zu erhalten.

BAVC-Partner

Heute Morgen Sozialpartnernetz Berufskompass Chemie Chemiepensionsfonds So.WIN mint UCI CSSA INQA Chemie hoch 3
VOILA_REP_ID=C12574AC:00338A87