Duale Berufsausbildung
Grundstein für Beschäftigung

Die mediale Berichterstattung über die Schuldenkrise hat neben der Konsolidierung der Staatshaushalte und der angemessenen Regulierung des Finanzsektors ein weiteres Thema in den Brennpunkt gerückt: die Jugendarbeitslosigkeit. Und in der Tat, die Zahlen sind verheerend: In Spanien ist derzeit jeder zweite Jugend­liche arbeitslos. In Griechenland haben statistisch gesehen sogar zwei von drei jungen Menschen unter 24 Jahren keinen Job. Bleibt die Jugendarbeitslosigkeit dauerhaft auf einem solch hohen Niveau, stellt dies jede Volkswirtschaft vor eine Zerreißprobe. Es entsteht eine verlorene Generation, ohne Perspektiven für sich und das Land.
 
Hohe Jugendarbeitslosigkeit in Südeuropa
 
Die jüngste Entwicklung in Südeuropa wird oft als direkte Folge der Schuldenkrise beschrieben. Dabei waren die Probleme bereits vorher offensichtlich: In den zehn Jahren vor der Krise lag der Anteil der Jugendlichen ohne Job in Spanien und Griechenland meist zwischen 20 und 30 Prozent. Zum Vergleich: Aktuell sind in Deutschland etwa acht Prozent der Jugendlichen arbeitslos. Die Krise hat die Lage in Südeuropa dramatisch zugespitzt. Allein verursacht hat sie das Problem nicht.
 
Qualität und Qualifikation entscheiden
 
Was in Spanien und Griechenland fehlt, ist ein System, das junge Menschen ausreichend für den Arbeitsmarkt qualifiziert, eine Vergleichbarkeit der Qualifikationen für potenzielle Arbeitgeber ermöglicht und die Versorgung mit Fachkräftenachwuchs sicherstellt. In Deutschland übernimmt diese Funktion das System der dualen Berufsausbildung. In der Kombination von betrieblicher und schulischer Ausbildung werden Standards gesetzt, die gemeinsam mit einer kontinuierlichen Weiterbildung langfristige Perspektiven eröffnen.
 
BAVC-Hauptgeschäftsführer Wolfgang Goos: „Die duale Berufsausbildung legt den Grundstein für qualifizierte Beschäftigung. Arbeitgeber und Arbeitnehmer können sich darauf verlassen, dass Qualität und Qualifikation stimmen. Deshalb setzen wir uns dafür ein, die duale Berufsausbildung im Interesse des Standorts und im Interesse der Jugendlichen nachhaltig zu stärken.“


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