Neue BAVC-Publikation:
Förderung psychischer Gesundheit

Seit einigen Jahren werden die Themen Stress, psychische Belastungen und psychische Erkrankungen in zunehmendem Maße in den Medien thematisiert. Dabei rücken auch vermehrt Faktoren der Arbeitswelt in den Fokus des öffentlichen Interesses, die als mit ursächlich für psychische Beeinträchtigungen angesehen werden.
 
In diesem Zusammenhang werden Forderungen an die Unternehmen herangetragen, Belastungen zu optimieren, um das Auftreten von dadurch bedingten körperlichen und/oder psychischen Beeinträchtigungen zu reduzieren. Der Gesetzgeber hat zudem die Integration der psychischen Belastungen in die Gefährdungsbeur­teilung in das Pflichtenheft der Arbeitgeber geschrieben.
Zur Erhöhung der Handlungssicherheit in den Unternehmen wurde die neue BAVC-Broschüre „Förderung psychischer Gesundheit in der Arbeitswelt“ erstellt.
 
Relevanz psychischer Gesundheit
 
In den Chemie-Unternehmen haben die Gesundheit der Mitarbeiter und der Schutz vor betrieblichen Gefährdungen traditionell eine vorrangige Bedeutung.
Die Gesundheit, das Engagement und die Motivation der Belegschaften sind wichtige Erfolgsfaktoren.
Bei unzufriedenen, resignierten oder kranken Mitarbeitern besteht die Gefahr einer verringerten Leis­tungsfähigkeit und -bereitschaft („Präsentismus“), eines erhöhten Unfallrisikos und zahlreicher Krankheitstage („Absentismus“).
Deshalb ist es für Unternehmen wichtig, sich für die Gesundheit ihrer Mitarbeiter zu engagieren. Insbe­sondere vor dem Hintergrund des demografischen Wandels, der zunehmenden Fachkräfteknappheit und eines verschärften Wettbewerbs brauchen Unternehmen stabile, hochmotivierte und leistungsfähige Teams.
 
Umgang mit psychischen Belastungen
 
Um dies zu fördern, müssen Belastungen optimiert und das eigenverantwortliche, gesundheitsbewusste Verhalten unterstützt werden. So kann das Auf­treten von körperlichen Erkrankungen (wie z.B. Herz-Kreislauf-, Muskel-Skelett- und Magen-Darm-Erkrankungen) und/oder psychischen Erkrankungen (wie z.B. Angststörungen, Depressionen und Abhängigkeitsstörungen) reduziert werden.
 
Psychische Belastungen und Erkrankungen haben viele Ursachen, die im privaten und auch beruflichen Umfeld liegen können. Die privaten Ursachen können durch den Arbeitgeber nur sehr begrenzt beeinflusst werden. Aber die Gestaltung der Arbeitsprozesse darf möglichst keine Gefährdung für die Gesundheit der Beschäftigten verursachen.
Eine optimierte Belastungssituation kann die Arbeitszufriedenheit und -motivation der Mitarbeiter positiv beeinflussen, ebenso wie die Gesundheitsquote und die Identifikation mit dem Unternehmen. Es ist davon auszugehen, dass sich dies mittelfristig auch positiv auf den Unternehmenserfolg auswirkt.
 
Inhalt der Broschüre
 
Nach notwendigen Begriffsklärungen wird zum einen ein Überblick über die Durchführung einer Gefährdungsbeurteilung zur Bewertung und Optimierung psychischer Belastungen am Arbeitsplatz gegeben (Verhältnisprävention). Zum anderen werden Möglichkeiten zur Stärkung persönlicher Ressourcen der Mitarbeiter dargestellt (Verhaltensprävention). Darüber hinaus gibt es Hilfestellungen für den Umgang mit psychischen Erkrankungen im Betrieb.
 
Zusätzlich tragen verschiedene Good-Practice-Beispiele aus der chemischen Industrie zur Veranschau­lichung von Vorgehensweisen bei. Diese Praxishinweise sollen der Information und Anregung dienen, um betriebsspezifische Lösungen zu unterstützen.
 
Leserdienst
 
Mitgliedsunternehmen der Chemie-Arbeitgeber erhalten die Publikation „Förderung psychischer Gesundheit in der Arbeitswelt“ über ihren regionalen Arbeitgeberverband.
 


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