Starker Anstieg der Kurzarbeit

Immer mehr Unternehmen der chemischen Industrie greifen auf Kurzarbeit zurück, um die Krise zu überstehen. Die Anmeldungen von Kurzarbeit bei der Bundesagentur für Arbeit (BA) sind im Bereich der chemischen Industrie (im engeren Sinne, d. h. ohne Pharma sowie Gummi und Kunststoff) in den zurückliegenden Monaten deutlich in die Höhe geschnellt.

Dramatische Entwicklung

Die ganze Dramatik der Ereignisse wird deutlich, wenn man die Entwicklung in der Krisenzeit, also etwa ab dem zurückliegenden Oktober bis heute verfolgt:

Hatten im Oktober 2008 ganze 22 Chemie-Betriebe mit 1.324 betroffenen Beschäftigten bei der BA Kurzarbeit neu angemeldet, so lag die Zahl der Neuanmeldungen im März 2009 bei 353 Betrieben und 19.685 Beschäftigten.

Dabei handelt es sich ausschließlich um Kurzarbeit, die aus konjunkturellen Gründen angemeldet wird. Diese Anzeigen können als Frühindikator für die effektive Inanspruchnahme von Kurzarbeit herangezogen werden.

Zum Vergleich: In der Wirtschaft insgesamt lag im vergangenen Oktober die Zahl der für Kurzarbeit gemeldeten Betriebe bei 2.178 und die Zahl der betroffenen Personen bei 51.667. Im März 2009 waren es bereits 23.992 Betriebe und insgesamt 670.437 Beschäftigte, für die Kurzarbeit neu angemeldet wurde.

Der Anteil der 'Chemie-Kurzarbeit' an der Gesamtzahl der gemeldeten Kurzarbeiter liegt bei 2,9 Prozent (März 2009). Der Pharmasektor ist mit 0,1 Prozent Kurzarbeiteranteil praktisch zu vernachlässigen. Anders der Bereich Gummi- und Kunststoffwaren: Hier wurde im März für 30.538 Beschäftigte Kurzarbeit angezeigt. Dies entsprach einem Anteil von 4,6 Prozent.

Metall und Elektro besonders betroffen

Der Löwenanteil der angemeldeten Kurzarbeit kam im März 2009 jedoch aus dem Bereich der Metall- und Elektroindustrie und des Fahrzeugbaus. Auf diese entfielen nach der BA-Statistik zusammen mit 52,4 Prozent über die Hälfte aller angemeldeten Kurzarbeiter. Von den anderen Wirtschaftszweigen hatten mit 6,4 Prozent (43.196 Personen) die Vermittlung und Überlassung von Arbeitskräften sowie mit 4,8 Prozent der Großhandel und mit 3,9 Prozent der Bereich Lagerung und Erbringung von Verkehrsdienstleistungen einen nennenswerten Anteil.



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