Berufestruktur-Erhebung 2011
Chemikant bleibt stärkster Ausbildungsberuf

Die duale Berufsausbildung ist ein wichtiger Baustein zur Sicherung des Fachkräftenachwuchses in der chemischen Industrie. Derzeit werden mehr als 26.000 junge Menschen in über 50 verschiedenen Berufen ausgebildet. Das große Engagement der Chemie-Unternehmen in der dualen Berufsausbildung dokumentiert insbesondere das Ausbildungsplatzangebot: Dieses konnte seit Abschluss des Tarifvertrags „Zukunft durch Ausbildung' im Jahr 2003 um fast 10 Prozent auf 9.440 Plätze im Jahr 2011 gesteigert werden — und dies trotz hoher Ausbildungskosten, die insbesondere bei den anspruchsvollen naturwissenschaftlich-technischen Berufen anfallen. Aufgrund der demografischen Entwicklung und rückläufiger Schulabgängerzahlen wird es jedoch zunehmend schwieriger, geeignete Kandidaten für eine Ausbildung in der Chemie zu gewinnen.
 
Unterstützung beim Ausbildungsmarketing
 
Um Unternehmen der Branche beim Ausbildungsmarketing zielgerichtet zu unterstützen und Entwicklungen in der Qualifikationsstruktur besser erkennen zu können, erfasst der BAVC im 3-jährigen Turnus begleitend zur Erhebung des Ausbildungsplatzangebotes auch die Struktur der Ausbildungsberufe in der chemischen Industrie.
Die TOP 10 bzw. die TOP 20 der Ausbildungsberufe in der chemischen Industrie repräsentieren rund 67 Prozent bzw. 80 Prozent aller erfassten Auszubildenden. Im Vergleich zur Erhebung aus dem Jahr 2008 ist die Reihenfolge der 8 am stärksten besetzten Berufe unverändert. Die Spitze markieren weiterhin mit deutlichem Vorsprung die Chemikanten (4.425), gefolgt von den Industriekaufleuten (2.779), Chemie-Laboranten (2.470) und Industriemechanikern (1.883).
 
Chemie-Berufe mit Zuwächsen
 
Zahlenmäßig deutlich zulegen konnten im Vergleich zur vergangenen Erhebung insbesondere die chemie­typischen Ausbildungsberufe Chemikant (+290), Biologielaborant (+185) und Pharmakant (+79). Aber auch der Anlagenmechaniker konnte mit einem merklichen Plus im Berichtsjahr (+213) wieder an das hohe Niveau früherer Jahre anknüpfen. Diese Entwicklungen zeigen, dass die Chemie- und Pharma-Unternehmen verstärkt auf die sich abzeichnende Fachkräfteknappheit reagieren — insbesondere in den naturwissenschaftlich-technischen Berufen — und bereits heute für den künftigen Bedarf ausbilden.
 
Duale Studiengänge weiter im Aufwind
 
Die dualen Studiengänge in der chemischen Industrie konnten auch im Jahr 2011 ihren Aufwärtstrend fortsetzen. Unter den Studiengängen belegt die Fachrichtung Wirtschaft mit 1.061 dual Studierenden weiterhin den vordersten Platz, gefolgt von den Fachrichtungen Naturwissenschaften/Technik (905), Informatik (386) und sonstigen Fachrichtungen (68).
 
Stabile Berufestruktur in der Chemie
 
Im Vergleich zeigt sich: Die Chemie verfügt über eine weitgehend stabile Struktur der Ausbildungsberufe: So ist der Anteil naturwissenschaftlicher Ausbildungsgänge im Jahr 2011 gegenüber dem Jahr 2008 leicht angestiegen, auf gut 35 Prozent (2008: 33,6 Prozent). Dies ist insbesondere auf den Zuwachs bei den Chemikanten und den Laborberufen zurückzuführen. Leicht rückläufig ist im Berichtsjahr das Segment der technischen (30,5 Prozent) und kaufmännischen Berufe (19,8 Prozent).
Duale Studiengänge konnten im Vergleich zur Erhebung aus dem Jahr 2008 (7,6 Prozent) um rund 2 Prozentpunkte zulegen (9,7 Prozent). Ebenfalls merklich angestiegen sind Maßnahmen zur Berufsvorbereitung (z.B. Start in den Beruf, EQ), von 1,3 Prozent (314 Plätze) im Jahr 2008 auf 1,8 Prozent (462 Plätze) im Jahr 2011.
 
„Elementare Vielfalt' (ElVi) ist die neue Ausbildungskampagne der Chemie-Arbeitgeberverbände.
 
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