Sozialpartner-Konferenz in Dublin
Europas Chemie vorne halten

Mitte April 2013 kamen die Chemie-Sozialpartner ECEG (European Chemical Employers Group) und industriAll Europe in Dublin zu einer Plenartagung im Rahmen des sektoralen sozialen Dialogs zusammen.
 
Unter Vorsitz von Steve Elliott (ECEG-Präsident) und Michael Vassiliadis (industriAll Europe-Präsident) erörterten die rund 60 Teilnehmer vor allem die zukünftige Rolle und die Chancen der pharmazeutischen Industrie, den verantwortungsvollen Umgang mit Unternehmensrestrukturierungen, die Regelungsabsichten der EU-Kommission zu europäischen Betriebsrenten, die Chemikalienverordnung REACH und die Rolle der EU in der (Berufs-)Bildungspolitik.
 
Weitreichende Entscheidungen für eine wettbewerbsfähige Chemie-Industrie
 
Eines der wichtigsten Ergebnisse der Konferenz war die gemeinsame Erkenntnis, der pharmazeutischen Industrie zukünftig innerhalb des sozialen Dialoges mehr Gewicht zu geben. Die Branche befindet sich im Umbruch („Patentklippe“) und wird sich in naher Zukunft neue Geschäftsfelder erschließen. Des Weiteren vereinbarten die Teilnehmer, eine gemeinsame Antwort der europäischen Chemie-Sozialpartner auf das kürzlich veröffentlichte Grünbuch der EU-Kommission zur Energie- und Klimapolitik bis 2030 zu entwickeln.
 
Ein anderer Schwerpunkt könnte ein so genannter Sector Skills Council auf europäischer Ebene werden. Vor dem Hintergrund der Initiativen zur Wachstums- und Beschäftigungsstrategie Europa 2020 soll ein Netzwerk von Chemie-Bildungsexperten den europaweiten Qualifikationsbedarf für die Chemie-Branche ermitteln, Zukunftstrends beschreiben und geeignete Antworten auf den sich abzeichnenden Fachkräftemangel finden. Schließlich einigten sich die Sozialpartner darauf, eine Ad-hoc-Arbeitsgruppe mit Vertretern beider Seiten einzusetzen, die ein Grundlagenpapier für den gemeinsamen sozialen Dialog der Zukunft entwickelt. Dieses Papier soll Fahrplan für den sektoralen sozialen Dialog der nächsten fünf bis zehn Jahre sein.
 
Europa als Chemie-Standort sichern

Der Anspruch, dass Europa im Zuge globaler Entwicklungen auch zukünftig ein wichtiger Spieler bleiben muss, stand für die Chemie-Sozialpartner im Ergebnis ganz oben auf der Agenda. „We need a European manufacturing strategy“, so ECEG-Präsident Steve Elliott. Michael Vassiliadis nannte für die Gewerkschaftsseite „qualitatives Wachstum” als Lösungsmodell. Mit ihrem Fazit lagen beide Seiten alles andere als weit ausein­ander — ein wichtiger Schritt im Rahmen des Dialogs der Chemie-Sozialpartner auf europäischer Ebene.



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