Fachkräfteengpässe
MINT-Fachkräfte gesucht

Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Chemie-Industrie hängen maßgeblich vom Potenzial an motivierten und qualifizierten Beschäftigten ab. Erste Fachkräfteengpässe sind schon jetzt in Teilen der Chemie spürbar. Dabei handelt es sich im Kern um ein strukturelles Problem. Besonders nachgefragt sind gewerblich-technische Fachkräfte sowie Ingenieure, Naturwissenschaftler, Informatiker und Techniker. Im sogenannten MINT-Bereich fehlten der deutschen Wirtschaft im Jahr 2014 mehr als 100.000 Fachkräfte. Die Chemie ist eine MINT-Branche und steht deshalb vor einer besonderen Herausforderung. Die Situation verschärft sich indes weiter: Große Teile der Babyboomer-Generation der 1950er und 1960er Jahre gehen in absehbarer Zeit in Rente.

Arbeitsmarktpotenziale umfassend erschließen
 
Die Sicherung eines hinreichenden Fachkräfteangebots ist eine der Schlüsselaufgaben zur Sicherung des Wohlstandes in Deutschland. Notwendig ist eine Gesamtstrategie zur Fachkräftesicherung, die die Erschließung aller inländischen Potenziale und die Gewinnung qualifizierter ausländischer Fachkräfte umfasst.
Die Unternehmen der Chemie-Branche betreiben bereits heute demografische Vorsorge. Seit der Weltwirtschaftskrise 2009 hat die Chemie-Industrie 29.000 neue Jobs geschaffen. Der Beschäftigungsstand ist heute höher als vor der Krise. Nachhaltige Aus- und Weiterbildungsaktivitäten sind nach wie vor die wichtigsten Maßnahmen zur Gestaltung des demografischen Wandels in der Branche. Die Chemie-Arbeitgeber engagieren sich in vielfältigen Ausbildungs- und Qualifizierungsinitiativen über das gesamte Bildungsspektrum hinweg. In die betriebliche Weiterbildung investieren die Unternehmen der Chemie deutlich mehr Zeit und Geld als der Durchschnitt der deutschen Industrie.
Versäumnisse im Bildungssystem, die eine Hauptursache für die Entstehung von Fachkräfteengpässen sind, können aber nicht allein durch betriebliches Engagement ausgeglichen werden. Erforderlich ist daher eine weitere Qualitätsverbesserung im gesamten Bildungssystem. Zudem müssen alle inländischen Arbeitsmarktpotenziale vor allem von Frauen, Älteren und Menschen mit Behinderung sowie von Erwerbspersonen mit Migrationshintergrund bestmöglich erschlossen werden.


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