Nachwuchssicherung in der Chemie-Branche:
Beste Perspektiven für Talente

Die Chemie-Branche ist der industrielle Innovationsmotor Deutschlands. Um die Herausforderungen der Zukunft zu meistern, ist die Chemie auf motivierte und qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entlang der gesamten Wertschöpfungskette angewiesen — von Facharbeitern, Technikern und Meistern bis hin zu akademischen Fach- und Führungskräften. Ihnen bietet die Chemie vor allem eines: sichere und attraktive Jobs mit Zukunft.

Attraktive Arbeitsplätze

Die deutsche Chemie-Industrie ist mit 550.000 Beschäftigten einer der größten industriellen Arbeitgeber in Deutschland. Die Branche bietet nicht nur viele, sondern vor allem attraktive Arbeitsplätze: Mit einem durchschnittlichen Entgelt von mehr als 56.000 Euro liegen die Gehälter der Beschäftigten rund 25 Prozent über dem Durchschnitt des Verarbeitenden Gewerbes. Hinzu kommen weitere Leistungen, z.B. betrieblich geförderte Altersversorgung, flexible Arbeitszeitmodelle und Weiterbildungsangebote.
 
Weiterbildung mit hohem Stellenwert

Gerade auf dem Gebiet der Weiterbildung investiert die Chemie mit rund 1.300 Euro pro Mitarbeiter und Jahr deutlich mehr in ihre Beschäftigten als der Durchschnitt des Verarbeitenden Gewerbes (1.169 Euro). Dies lässt sich auch an der Weiterbildungsbeteiligung ablesen: 91,3 Prozent der Chemie-Unternehmen haben ihre Mitarbeiter im Jahr 2013 weitergebildet (Verarbeitendes Gewerbe: rund 84 Prozent). Weitere Informationen zu den Entwicklungschancen in der chemischen Industrie sind auf dem Internetportal www.berufskompass-chemie.de von BAVC und IG BCE abrufbar.
 
Starkes Ausbildungsengagement
 
Ein Markenzeichen der chemischen Industrie ist das klare Bekenntnis zur dualen Berufsausbildung als ein Kernelement nachhaltiger Personalpolitik. Ausdruck findet dieses Engagement für Ausbildung auch in der Tarifpolitik der Chemie-Sozialpartner: Der Tarifvertrag »Zukunft durch Ausbildung und Berufseinstieg« betrachtet Nachwuchssicherung in der Chemie-Branche ganzheitlich. Hier verpflichten sich die Chemie-Arbeitgeber, jährlich eine festgelegte Anzahl an Ausbildungsplätzen zur Verfügung zu stellen. Im Jahr 2014 wurden mehr als 9.300 neue Ausbildungsplätze angeboten. Für eine Vielzahl von Jugendlichen werden so Chancen für einen erfolgreichen Berufseinstieg geschaffen. Zudem sehen die Chemie-Sozialpartner die Übernahme von Ausgebildeten als ein wichtiges Mittel zur Sicherung qualifizierter Fachkräfte. Der Ausbildungs-Tarifvertrag empfiehlt den Unternehmen, aus Gründen der demografischen Vorsorge langfristige Übernahmeperspektiven für Ausgebildete zu eröffnen, wo immer dies möglich und sinnvoll ist. Im Jahr 2014 wurden rund 90 Prozent aller Jugendlichen im Anschluss an ihre Ausbildung übernommen. Durch eine intelligente tarifvertragliche Lösung bietet die Chemie-Branche jungen Talenten somit beides: Ein hohes Ausbildungsplatzangebot und beste Chancen auf langfristige Beschäftigungsperspektiven.
 
Erfolgsgeschichte »Start in den Beruf«
 
Besonderen Einsatz für bessere Ausbildungs- und Berufsperspektiven junger Menschen beweisen viele Unternehmen der Chemie-Branche auch im Rahmen von Förderprogrammen für Jugendliche mit noch fehlender Ausbildungsreife: So konnten seit dem Jahr 2000 mehr als 3.500 junge Menschen von der Sozialpartner-Initiative »Start in den Beruf« profitieren. Hier sammeln Jugendliche Erfahrungen in der Arbeitswelt und lernen die betrieblichen Anforderungen und Abläufe in unterschiedlichen Berufsfeldern kennen. Im Anschluss an eine Start-Maßnahme münden rund 80 Prozent der jungen Menschen direkt in eine duale Berufsausbildung oder eine andere Qualifizierung ein. Der Unterstützungsverein der chemischen Industrie (UCI) — eine gemeinsame Einrichtung von BAVC und IG BCE — hat das Start-Programm bis heute mit 7,5 Millionen Euro finanziell gefördert. 
 
Herausforderungen der Zukunft
 
Der demografische Wandel und die steigende Quote nicht besetzter Ausbildungsplätze stellen auch die Chemie-Branche vor neue Aufgaben, die nur durch eine umfassende Strategie zur Fachkräftesicherung bewältigt werden können. Dies beginnt bei einer zeitgemäßen und ganzheitlichen Berufsorientierung an Schulen, setzt sich fort in Qualitätsverbesserungen bei schulischer und akademischer Bildung, der Gestaltung moderner Ausbildungsberufe bis hin zu passgenauen Förderangeboten, die lernschwache Jugendliche zur Ausbildungsreife führen. Darüber hinaus gilt es, die Attraktivität und die große Bedeutung der dualen Berufsausbildung für die deutsche Wirtschaft in der öffentlichen Debatte angemessen herauszustellen, die berufliche Weiterbildung in den Unternehmen zu stärken sowie die finanzielle und personelle Ausstattung der Berufsschule als dualer Partner der Betriebe deutlich zu verbessern. All dies trägt dazu bei, jungen Menschen eine gute Zukunftsperspektive zu geben und die Leistungsfähigkeit des Industriestandortes Deutschland langfristig zu sichern.
 

Standpunkt von BAVC-Präsidentin Margret Suckale

 »Das duale System der beruflichen Bildung trägt entscheidend zur Sicherung unseres Fachkräftebedarfs bei. Unsere Unternehmen engagieren sich in diesem Bereich bereits intensiv: 60 Prozent der Betriebe bilden selbst ihren Nachwuchs aus. Allerdings wird es für viele Unternehmen — insbesondere kleinere und mittlere Betriebe — immer schwieriger, ihren Fachkräftenachwuchs zu sichern. In der Chemie blieben 2014 rund 5 Prozent der Ausbildungsplätze unbesetzt. Das muss sich ändern, und ich bin überzeugt: das können wir auch ändern. Indem wir das gute Image der dualen Berufsausbildung pflegen und weiter ausbauen. Indem wir neue Bewerbergruppen erschließen. Zum Beispiel durch eine umfassende Berufsorientierung an den Schulen, durch attraktive Angebote für leistungsstarke Schüler und durch passgenaue Unterstützung für leistungsschwächere Jugendliche. «
 


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