Branchendialog Chemie:
Für einen starken Standort

Damit die chemische Industrie zukunftsfähig bleibt und Investitionen am Standort Deutschland auch künftig rentabel sind, müssen bereits heute die politischen Rahmenbedingungen richtig gesetzt werden. Der Bundesarbeitgeberverband Chemie (BAVC) engagiert sich daher gemeinsam mit der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) und dem Verband der Chemischen Industrie (VCI) im Rahmen des »Branchendialogs Chemie«, der vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie ins Leben gerufen wurde.

Bereits im Februar 2015 haben die Spitzen von BAVC, IG BCE und VCI mit Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel eine gemeinsame Branchenvereinbarung zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit geschlossen. Im Jahresverlauf wurden dazu in Fachgesprächen konkrete Maßnahmen festgelegt. Neben der Innovationspolitik, der Energie- und Klimapolitik sowie dem Chemikalienrecht geht es dabei auch um die Fachkräftesicherung in Deutschland — ein Thema mit höchster Priorität für die Chemie-Arbeitgeber.

Top-Thema Nachwuchssicherung

In der Chemie-Branche werden derzeit rund 28.000 junge Menschen in mehr als 50 verschiedenen Ausbildungsberufen auf das Arbeitsleben vorbereitet. Mit der Ausbildungskampagne »Elementare Vielfalt« (ElVi) unterstützen die Chemie-Arbeitgeberverbände ihre Mitglieder bei der Nachwuchsgewinnung. Rückläufige Schülerzahlen und der Trend zur Akademisierung stellen aber auch die chemische Industrie vor neue Aufgaben, die eine umfassende Strategie zur Fachkräftesicherung erfordern.

Diese beginnt bei einer zeitgemäßen Berufsorientierung an Schulen und setzt sich fort in Qualitätsverbesserungen bei schulischer und akademischer Bildung. Zusätzlich müssen auch die Ausbildungsberufe modern gestaltet und Förderangebote für lernschwache Jugendliche, die bis zur Ausbildungsreife führen, angeboten werden. Darüber hinaus gilt es, die Attraktivität und die große Bedeutung der dualen Berufsausbildung für die deutsche Wirtschaft in der öffentlichen Debatte angemessen herauszustellen. Dies kann aber nur erreicht werden, wenn auch die berufliche Weiterbildung in den Unternehmen gestärkt wird und die finanzielle und personelle Ausstattung der Berufsschule als dualer Partner der Betriebe verbessert wird. In einer digitalisierten Arbeitswelt sind neben fundierten Fachkenntnissen auch IT-Kompetenzen, berufliches Erfahrungswissen, interdisziplinäre Kompetenzen sowie die Fähigkeit, mit Partnern zu kommunizieren und zu kooperieren, erforderlich. Das System der Aus- und Weiterbildung besitzt die notwendige Flexibilität und Anpassungsfähigkeit, um auch zukünftig Fachkräfte mit den richtigen Kompetenzen auszustatten und auf Weiterbildungserfordernisse zu reagieren.

Auf Basis des Zwischenberichts, der in Kürze präsentiert wird, soll im Rahmen des Branchendialogs weiter an den richtigen Rahmenbedingungen gearbeitet werden. Ein Schwerpunkt werden die Auswirkungen der Digitalisierung auf den Arbeitsmarkt und die Fachkräftesicherung in Deutschland sein.

 

Mehr Informationen zum Branchendialog Chemie bietet das Wirtschaftsministerium unter www.bmwi.de



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