Amtsübergabe des BAVC-Präsidenten
10 Thesen zur Chemie-Sozialpartnerschaft

Im Rahmen des Festaktes anlässlich der Amtsüber­gabe des BAVC-Präsidenten hat Eggert Voscherau zum Abschluss seiner Amtszeit das Wesen der besonderen Chemie-Sozialpartnerschaft in 10 Thesen zusammengefasst. Wir dokumentieren die „10 Thesen zur Chemie-Sozialpartnerschaft“ im Wortlaut:
 
  1.  „Sozialpartnerschaft fällt nicht vom Himmel. Sie kann auch nicht verordnet werden. Eine funktionierende Sozialpartnerschaft ist das Ergebnis gemeinsamen politischen Wollens. Berührungsängste sind lächerlich, wenn es um gemeinsame Interessen geht.
     
  2.  Sozialpartnerschaft braucht Gestaltungswillen, Mut und die Fähigkeit zum Kompromiss. Wer in Kategorien von Sieger und Besiegtem denkt, hat unser Modell nicht verstanden.
     
  3. Sozialpartnerschaft funktioniert umso besser, je mehr Vertrauen in den Partner gesetzt werden kann. Vertrauen wächst im Laufe der Jahre und erleichtert dann die Öffnung von Wegen, die auf den ersten Blick als nicht begehbar erscheinen.
     
  4. Sozialpartnerschaft ist keine Angelegenheit von Vorständen allein. Regelmäßige Treffen und gemeinsame Kommuniqués sind notwendig und nützlich, hinreichend sind sie nicht. Sozialpartnerschaft funktioniert nicht, wenn Damen und Herren aus der zweiten und dritten Managementreihe das Rumpelstilzchen oder den Wadenbeißer geben. Das gibt es noch zu häufig.
     
  5. Sozialpartnerschaft ist alles andere als eine Sonnenscheinveranstaltung. Das Wetter und die Rahmenbedingungen des Handelns ändern sich ständig. Jeder muss sehr genau wissen, was dem anderen zuzumuten ist — und was nicht. Wechselseitige Überforderung hilft niemandem. Sozialpartnerschaft geht auf Dauer nur auf Augenhöhe.
     
  6. Sozialpartnerschaft ist nicht dafür da, unterschiedliche Interessen zu übertünchen. Natürlich gibt es inhaltliche Auseinandersetzungen und Konflikte. Dies darf nicht zugekleistert werden, das wäre fahrlässig. Das betrifft selbstredend in besonderem Maß den materiellen Bereich.
     
  7. Sozialpartnerschaft ist das Gegenteil von Kungelei. Die Interessen von Management, Aktionären und Beschäftigten sind keineswegs von vornherein deckungsgleich. Entscheidend ist, wie mögliche Konflikte gelöst werden.
     
  8. Sozialpartnerschaft heißt auch, bei der Wahrnehmung von Teilinteressen den Blick für das Ganze nicht zu verlieren. Die Chemie-Branche bekennt sich ausdrücklich zu ihrer gesamt­gesellschaftlichen Verantwortung. Arbeitgeber­ver­bände und das einzelne Unternehmen tragen eine solche Verantwortung. Das Denken ausschließlich in betriebswirtschaftlichen Kate­gorien mag kurzfristig Erfolge zeigen, mittel­fristig wirkt es kontraproduktiv.
     
  9. Sozialpartnerschaft gehört die Zukunft, wenn wir weiterhin beweisen, dass wir mit unserem Modell schneller und effizienter ans Ziel kommen. Deshalb müssen wir unser Selbstverständnis ständig selbst hinterfragen, erneuern und weiterentwickeln.
     
  10. Sozialpartnerschaft braucht Menschen, die verantwortlich handeln. Sozialpartnerschaft braucht damit Sie, meine Damen und Herren!“


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