Arbeitssicherheit - Vision Zero:
Null Unfälle - gesund arbeiten!

Die Präventionsstrategie »Vision Zero. Null Unfälle — gesund arbeiten!« der Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie (BG RCI) strebt mittels geeigneter präventiver Maßnahmen eine Arbeitswelt an, in der niemand bei der Arbeit getötet, so schwer verletzt wird oder erkrankt, dass er lebenslange Schäden davonträgt.

Sicherheit und Gesundheit als elementare Werte

Zur Umsetzung der Präventionsstrategie hat der Vorstand der BG RCI 7 Ziele definiert, die durch 10 Maßnahmenpakete erreicht werden sollen. Neben den Qualitätszielen wurden auch quantitative Ziele gesetzt: Beispielsweise soll das Arbeitsunfallrisiko um 30 Prozent verringert werden, die Zahl tödlicher Arbeitsunfälle und neuer Unfallrenten jeweils um 50 Prozent sinken sowie die Anzahl der unfallfreien Betriebe gesteigert werden. Die Ziele der Präventionsstrategie sollen unter anderem durch die Analyse von Unfallschwerpunkten, die besondere Förderung kleiner und mittlerer Unternehmen, zielgerichtete Aus- und Weiterbildung der betrieblichen Zielgruppen und durch intensivere persönliche Beratungen in den Betrieben bis zum Jahr 2024 erreicht werden.

Kooperationsvereinbarung unterzeichnet

Der Bundesarbeitgeberverband Chemie (BAVC), die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) und die Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie haben am 19. Mai 2016 in Heidelberg eine Kooperationsvereinbarung zur Präventionsstrategie »Vision Zero. Null Unfälle — gesund arbeiten!« unterzeichnet. Darin bekräftigen sie die enge Zusammenarbeit zwischen den Unternehmen, der Chemie-Gewerkschaft und der BG RCI im Rahmen der neuen Präventionsstrategie.

Aus der Strategie, den darin festgelegten Zielen und Maßnahmen ergeben sich vielfältige Möglichkeiten der Zusammenarbeit von Arbeitgebern, Gewerkschaft und Unfallversicherung, um diese gemeinsame Überzeugung bekannt zu machen, Maßnahmen in den Betrieben zu initiieren und zu unterstützen sowie die Strategie im gegenseitigen Interesse zu etablieren, weiterzuentwickeln und ihr zum Erfolg zu verhelfen. Eine nicht abschließende Auflistung, die Kommunikation, Information und Qualifizierung umfasst, ist Teil der Kooperationsvereinbarung.

Erfolgreiche Prävention, die zu einem noch besseren Arbeits- und Gesundheitsschutz führt, ist dabei nicht nur eine Frage sozialer Verantwortung, sondern zugleich ökonomisches Gebot. Vor dem Hintergrund des drohenden Fachkräftemangels, einer längeren Lebensarbeitszeit, aber auch eines verschärften Wettbewerbs zwischen den Unternehmen werden nicht nur qualifizierte, sondern auch gesunde, leistungsfähige und motivierte Mitarbeiter gebraucht.

Chemie ist eine der sichersten Branchen

In den Chemie-Unternehmen hat der Schutz der Mitarbeiter vor betrieblichen Gefährdungen traditionell eine vorrangige Bedeutung. Die Betriebe leisten bereits eine sehr erfolgreiche Präventionsarbeit. Die stetig zurückgehenden Unfallzahlen zeigen, dass sich der Arbeits- und Gesundheitsschutz auf sehr hohem Niveau befindet. So kamen im Jahr 2014 auf 1.000 Vollzeitbeschäftigte 14,5 Arbeitsunfälle — im Vergleich zu durchschnittlich 22,3 Arbeitsunfällen in der gewerblichen Wirtschaft insgesamt.

BAVC und IG BCE haben 2014 zudem die Sozialpartner-Initiative »Gutes und gesundes Arbeiten in der Chemie-Branche« gestartet, in der sie die Gesundheit der 550.000 Chemie-Beschäftigten in den Fokus ihrer Zusammenarbeit rücken. Mit ihrer gemeinsamen Initiative wollen sie im Interesse der Beschäftigten und der Unternehmen gutes und gesundes Arbeiten in der Chemie-Branche auf eine neue Stufe stellen und weitere Impulse zur Sicherung und Förderung der physischen und psychischen Gesundheit auf betrieblicher Ebene geben. Im Rahmen dieser Initiative unterstützen BAVC und IG BCE die Präventionsstrategie »Vision Zero. Null Unfälle — gesund arbeiten!«.

Zentraler Kooperationspartner BG RCI

In Deutschland wird der Arbeitsschutz in einem dualen System überwacht: zum einen durch die Arbeitsschutzbehörden des Bundes und der Länder und zum anderen durch die Träger der gesetzlichen Unfallversicherung, insbesondere die gewerblichen Berufsgenossenschaften und Unfallkassen. Die BG RCI ist der gesetzliche Unfallversicherungsträger für Betriebe der chemischen Industrie und verwandter Industriezweige. In den Selbstverwaltungsgremien sind sowohl die Arbeitgeber als auch die Arbeitnehmer in paritätischer Besetzung vertreten.

Die BG RCI als gewerbliche Berufsgenossenschaft hat den gesetzlichen Auftrag, Arbeitsunfälle sowie Berufskrankheiten und arbeitsbedingte Gesundheitsgefahren zu verhüten (Prävention). Nach einem Arbeitsunfall oder einer Berufskrankheit muss mit »allen geeigneten Mitteln« eine optimale Behandlung eines jeden Verletzten oder Erkrankten ermöglicht werden (medizinische, berufliche und soziale Rehabilitation). Außerdem werden finanzielle Entschädigungen für den Verletzten, seine Angehörigen oder Hinterbliebenen geleistet. Dieses in Deutschland erfolgreich praktizierte »Alles aus einer Hand«-Prinzip ist nahezu einzigartig in Europa.

Im Gegensatz zu Kranken-, Pflege-, Arbeitslosen- und Rentenversicherung, die paritätisch von Arbeitnehmer und Arbeitgeber finanziert werden, trägt der Unternehmer die Kosten der gesetzlichen Unfallversicherung allein. Dafür wird im Schadensfall die privatrechtliche Haftung der Unternehmen für Arbeitsunfälle, Wegeunfälle sowie Berufskrankheiten übernommen.

 

Mehr Informationen zur Präventionsstrategie
»VISION ZERO. Null Unfälle — gesund arbeiten!« finden Sie unter
www.bgrci.de



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