Künstlersozialversicherung:
25 Jahre Ausgleichsvereinigung Chemie

Nach dem Künstlersozialversicherungsgesetz (KSVG) müssen Unternehmen eine Abgabe auf Honorare der von ihnen beauftragten freien Künstler und Publizisten zahlen. Selbständige Künstler und Publizisten sind so in den Schutz der gesetzlichen Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung einbezogen und durch das KSVG in einer sozialen Situation, die mit angestellten Arbeitnehmern vergleichbar ist. Alle Honorare, die an selbständige Künstler oder Publizisten gezahlt werden, unterliegen der Abgabepflicht. Der Abgabesatz wird jährlich vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) festgesetzt. 2017 beträgt der Abgabesatz voraussichtlich 4,8 Prozent. Welche Tätigkeiten unter das Gesetz fallen, ist kompliziert und für Laien schwer nachvollziehbar. Um die Abgabepflicht für die Unternehmen einfacher zu gestalten, haben Unternehmen der chemischen Industrie 1991 die KSV-Ausgleichsvereinigung Chemie (AV Chemie) gegründet.

Weniger Bürokratie

Durch die KSV-Ausgleichsvereinigung ist die Entrichtung der Künstlersozialabgabe sowohl für den Verwerter als auch für die Künstlersozialkasse wesentlich vereinfacht und der Verwaltungsaufwand für die Unternehmen drastisch reduziert worden. Sie hat derzeit 137 Mitglieder sowie 757 zugehörige Unternehmen. Unternehmen können Mitglied der KSV-Ausgleichsvereinigung Chemie werden, wenn sie Mitglied in einem Mitgliedsverband des Bundesarbeitgeberverbands Chemie (BAVC) oder im Verband der Chemischen Industrie (VCI) sind. Auch Verbände selbst und ihre Mitgliedsverbände können Mitglied werden.

Die Künstlersozialabgabe über die AV Chemie wird nicht anhand der einzelnen Honorarrechnungen ermittelt, sondern pauschaliert über die der Berufsgenossenschaft gemeldeten Jahresarbeitsentgelte des Unternehmens. Die AV Chemie errechnet anhand der für das jeweilige Jahr gemeldeten Entgelte die Unternehmensabgabe und stellt eine Jahresrechnung an jedes Mitglied aus.

Attraktives Angebot

Durch eine erfolgreiche Neuorganisation wurde der Verwaltungsaufwand für die Ausgleichsvereinigung zusätzlich reduziert. Nunmehr entscheidet die Mitgliederversammlung jährlich anhand der aktuellen Daten über die Erforderlichkeit der Erhebung von Verwaltungskosten neben der Unternehmensabgabe. Im besten Fall werden die Erstattungen der Künstlersozialkasse reichen, um die Verwaltungskosten zu decken.

Insgesamt ist festzustellen, dass die KSV-Ausgleichsvereinigung seit ihrer Gründung vor 25 Jahren durch die stetige Zunahme an Mitgliedern und die veränderten Organisationsstrukturen ein attraktives Angebot für die Unternehmen ist.



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