Wirtschaftsstandort Deutschland:
It‘s the industry, stupid!

Nicht nur die Wirtschaft selbst, auch die Wirtschaftspolitik ist ein zyklisches Geschäft. Stand lange Jahre die Entwicklung hin zur Dienstleistungsökonomie im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit, oft genug verbunden mit einem Abgesang auf industrielle Wertschöpfung, so haben Politik und Publizistik mittlerweile dazugelernt: It‘s the industry, stupid!

Dieser Erkenntnisgewinn ist maßgeblich auf die Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009 zurückzuführen. Volkswirtschaften mit einem hohen Industrieanteil haben sich als widerstandsfähiger erwiesen und sind schneller wieder auf die Beine gekommen. Paradebeispiel ist die deutsche Wirtschaft.

Die Konkurrenz wird zunehmen

International hat die Erfahrung der Krise und der Verwundbarkeit einer einseitig auf Dienstleistungen fixierten Ökonomie eine beachtliche Re-Industrialisierung in Gang gesetzt, etwa in den Vereinigten Staaten. Für die deutsche Industrie und damit für die deutsche Wirtschaft insgesamt bedeutet dies: Die Konkurrenz wird zunehmen. Angesichts dieser Entwicklung ist es entscheidend, dass Deutschland seine Wettbewerbsvorteile verteidigt. Einer dieser Vorteile besteht aus dem hohen Anteil industrieller Wertschöpfung, der nur mit einem funktionierenden Netzwerk unterschiedlicher Industriebranchen und Unternehmensgrößen möglich ist.

Bündnis »Zukunft der Industrie«

Es ist daher eine positive Entwicklung, wenn sich die Politik mit dem Bündnis »Zukunft der Industrie« wieder stärker industriepolitisch engagiert. Ein Erfolg wird dieses Bündnis, wenn dessen gute Ansätze in konkrete politische Entscheidungen umgemünzt werden können. Dies gilt für Energiewende und Infrastruktur ebenso wie für Freihandel, Bildung und Arbeitsmarkt. Sich bei diesen Themen stärker im Sinne der Industrie zu engagieren bedeutet auch, sich für 15 Millionen Arbeitsplätze einzusetzen, die direkt oder indirekt durch industrielle Produktion in Deutschland eine Zukunft haben.

 



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