Lebensphasenorientierte Arbeitszeit
Den Wandel gestalten

Wir werden älter und wir werden weniger — Konsequenz der niedrigen Geburtenraten und der steigenden Lebenserwartung in vielen entwickelten Ländern. Die demografische Entwicklung verändert die Arbeitswelt nachhaltig: Die tatsächliche Lebensarbeitszeit wird länger; der Anteil älterer Mitarbeiter in den Belegschaften nimmt zu. Durch den Mangel an Nachwuchs drohen zugleich Engpässe bei den Arbeitskapazitäten.
 
Vorreiter Chemie
 
Es ist Aufgabe der Sozialpartner, diese Entwicklungen bei der Regelung tariflicher Arbeitsbedingungen zu berücksichtigen und passgenaue Lösungen zu finden. Die Chemie-Industrie ist hier mit dem Tarifvertrag „Lebensarbeitszeit und Demografie“ seit vielen Jahren Vorreiter. Entscheidend ist, die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass alle Mitarbeiter bis zum regulären Renteneintrittsalter produktiv und motiviert im Betrieb arbeiten. In vielen Betrieben sind aktive Mitarbeiter im Alter jenseits der 60 nach wie vor nicht häufig zu finden; Altersteilzeit und andere Modelle führten in der Vergangenheit vielfach zu einem Ausscheiden aus dem Erwerbsleben vor Beendigung des 60. Lebensjahres.
 
Länger arbeiten können
 
Um dies zu verändern, müssen Arbeitsbedingungen alters- und alternsgerecht gestaltet werden. Das betrifft zum einen die Arbeitsplätze, zum anderen aber auch die Arbeitszeit. Eine längere Lebensarbeitszeit zahlt sich nur dann aus, wenn die Produktivität hoch gehalten wird. Nach Überzeugung der Chemie-Sozialpartner verlangt dies nach Optionen für eine lebensphasen­orientierte Arbeitszeitgestaltung. Dies bringt jüngeren Mitarbeitern eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie; älteren Mitarbeitern wird ein gleitender Übergang in den Ruhestand ermöglicht. Unter dem Strich stehen mehr Flexibilität und mehr Produktivität für Unternehmen und Beschäftigte.
Die demografische Herausforderung und daraus resultierende Anforderungen an die Entwicklung der tariflichen Arbeitsbedingungen, speziell der Arbeitszeitregelungen, müssen auf Dauer im Fokus der Sozial­partner bleiben. Hier liegt ein wesentlicher Hebel für den Erhalt einer wettbewerbsfähigen chemischen Industrie in Deutschland.


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