Alternde Belegschaften:
Daueraufgabe Demografie

Die demografische Entwicklung wirkt sich zunehmend auf den Alltag in den Betrieben aus. Langsam, aber stetig führt sie zu einer signifikanten Änderung in der Beschäftigtenstruktur auch der chemischen Industrie. Der Scheitelpunkt der Alterungswelle wird in 10 bis 15 Jahren erwartet, wenn die geburtenstarken Jahrgänge in den Ruhestand gehen. Spürbar ist die Alterung der Belegschaften aber schon jetzt.

Mehr Beschäftigte über 58 als unter 25
 
In der deutschen Chemie-Industrie arbeiten heute bereits mehr Beschäftigte über 58 Jahren als unter 25. Das Durchschnittsalter liegt aktuell bei 42,7 Jahren, ein Anstieg um 2,6 Jahre seit dem Jahr 2000. Angesichts der steigenden Lebenserwartung und niedriger Geburtenziffern sind Politik, Arbeitgeber und Arbeitnehmer in der Pflicht, die demografische Herausforderung ernst zu nehmen. Der eingeleitete Mentalitätswandel hin zu einem längeren und flexibleren Arbeitsleben muss fortgesetzt werden.
In Deutschland ist die chemische Industrie der Taktgeber, wenn es um tarifpolitische Antworten auf die demografische Herausforderung geht. Mit dem Tarifvertrag »Lebensarbeitszeit und Demografie« investieren die Chemie-Unternehmen in ihre Mitarbeiter, um längeres und flexibleres Arbeiten zu fördern. Die Chemie setzt dabei auf passgenaue Angebote statt auf Einheitslösungen, die der Realität in den Betrieben nicht gerecht werden.
 
Das Ziel: ein längeres und flexibleres Arbeitsleben
 
Die Chemie-Sozialpartner sind sich bewusst, dass noch ein weiter Weg vor ihnen liegt, um eine lebensphasengerechte Arbeitszeitgestaltung flächendeckend in der Praxis umzusetzen. Gefragt sind Angebote, die sämtliche Facetten des Arbeitslebens abbilden: von der Ausbildung über die Zeit der Familiengründung bis hin zur Möglichkeit, auch über das gesetzliche Renteneintrittsalter hinaus zu arbeiten.
Die Demografie-Strategie der Chemie-Branche ist erfolgreich, wenn langfristig ausreichend Arbeitskräfte und Arbeitsleistung zur Verfügung stehen und die Branche zugleich attraktiv für neue Mitarbeiter bleibt. Wenn es gelingt, gemeinsam ein längeres und flexibleres Arbeitsleben zu gestalten, stehen die Chancen gut, Wohlstand und Wettbewerbsfähigkeit auch in Zukunft sichern zu können.
 
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