Die Suche nach dem rechten Maß

Die internationale Finanzkrise kommt nicht zum Stillstand. Ganz im Gegenteil: Immer neue Risiken werden öffentlich, traditionsreiche Banken und Versicherungen gehen unter, werden filetiert, verkauft oder verstaatlicht. Viele einst hochbezahlte Bankmanager stehen vor dem beruflichen Aus. Der jüngste, über 700 Milliarden Dollar schwere Rettungsplan der US-Regierung ist nach den Interventionen der Europäischen Zentralbank und der amerikanischen Notenbank, die gewaltige Summen in die Märkte gepumpt haben, der nächste Stabilisierungsversuch. Die Erfolgsaussichten sind zum jetzigen Zeitpunkt schwer einschätzbar; die Kernschmelze ist keineswegs abgewendet.

 Kapitalismus am Ende?
 
In dieser komplizierten Gemengelage wird die Grundsatzfrage gestellt: Hat der Kapitalismus versagt? Ist das marktwirtschaftliche System am Ende?
Manche glauben, die Antwort bereits gefunden zu haben. Sie wollen der kapitalistischen Wirtschaftsform den Totenschein ausstellen. Die üblichen Verdächtigen fordern eine Abkehr vom Kapitalismus und sehen die weltweite Finanzkrise als Beleg für dessen Scheitern. Das von Gier und Rücksichtslosigkeit getragene Verhalten vieler Banker spielt ihnen in die Hände.
 
Marktwirtschaft bleibt alternativlos
 
Richtig ist: Die internationalen Finanzmärkte bedürfen einer effektiven Kontrolle. Den ausufernden Spekulationsgeschäften etwa mit undurchschaubaren Krediten muss eine sinnvolle Regulierung und Kontrolle entgegengesetzt werden. Mitnichten jedoch ist die Finanzkrise ein Zeichen für das Versagen der Marktwirtschaft schlechthin.
 
Diese ist und bleibt das einzig sinnvolle System, um Angebot und Nachfrage in Einklang zu bringen und den Wohlstand für alle Marktteilnehmer zu mehren. Nur durch den Wettstreit am Markt um die beste Lösung sind die Fortschritte im Lebensstandard und die Zukunftschancen ganzer Nationen entstanden. Dies sollte nicht vergessen werden, wenn es nun darum geht, die unbestreitbar schädlichen Auswüchse des Turbokapitalismus zu bekämpfen.
Beispielgebend beim Weg aus der Krise kann hier nicht zuletzt die Soziale Marktwirtschaft bundesdeutscher Prägung sein, die die Vorteile einer liberalen Wirtschaftsordnung mit einem sozialen Korrektiv verbindet.


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