Weiterbildung
Ausgelernt hat man nie

Der deutsche Weiterbildungsmarkt ist einem steten Wandel unterworfen. Was die Bildungsinhalte anbelangt, ist es gerade die Förderung kommunikativer Kompetenzen von Fach-und Führungskräften, die unlängst in den Fokus der Weiterbildungsinstitute gerückt ist. Neben Mitarbeiterführung und Mitarbeitermotivation zählen dazu auch interkulturelle Kompetenzen. Zu diesem Ergebnis kommt der Wuppertaler Kreis in seiner Verbandsumfrage „Trends in der Weiterbildung“. Die Umfrage analysiert jährlich die Entwicklungen des Weiterbildungsmarktes im Bereich der Wirtschaft anhand von Einschätzungen der Mitgliedsinstitute.
 
Treiber Demografie
 
Zurückzuführen sind neue Bildungsschwerpunkte und Lernmethoden nicht zuletzt auf den demografischen Wandel und den sich abzeichnenden Fachkräftemangel. Die Aussagen der Mitgliedsinstitute verdeutlichen, dass der deutsche Weiterbildungsmarkt die Brisanz erkannt hat und sich schon jetzt auf sinkende Geburtenraten und steigende Lebenserwartungen einstellt. Den Experten zufolge soll ein bedarfsgerechtes Gesamtangebot vor allem darauf abzielen, die Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter vor dem Hintergrund einer längeren Lebensarbeitszeit zu erhalten. Gerade Führungskräfte gilt es in speziellen Entwicklungsmaßnahmen auf die Herausforderungen des demografischen Wandels vorzubereiten. Schulungsinhalte wie Gesundheitsmanagement und Arbeitsschutz treten dabei verstärkt in den Vordergrund.
 
Lernen am Arbeitsplatz wird wichtiger
 
Bei der Gestaltung der Weiterbildungsangebote müsse künftig noch stärker darauf Wert gelegt werden, Lernformen und Lerninhalte zielgruppenspezifisch sowohl auf die Anforderungen älterer Teilnehmer als auch auf die veränderten Lern-und Kommunikationsgewohnheiten der jüngeren Generation anzupassen. Neben dem demografischen Wandel zeichnet sich als wichtigster Langfrist-Trend in der betrieblichen Weiterbildung vor allem die Integration der Lern- und Qualifizierungsprozesse in die Arbeitsabläufe ab. Dem Lernen am Arbeitsplatz misst die Mehrheit der befragten Institute eine große Bedeutung bei. Im Fokus der Angebote stehen dann informelle Lernprozesse und arbeitsplatznahe Lerninhalte. Die Umfrage des Wuppertaler Kreises zeigt zudem ein gestiegenes Interesse der Weiterbildungsteilnehmer und Unternehmen an der Zertifizierung erworbener Fertigkeiten und Kompetenzen. Der Hintergrund: Zertifikate unterstützen die Arbeitsmarktfähigkeit der Beschäftigten.
 
Positives Geschäftsklima
 
Mit Blick auf die Geschäftszahlen überwiegen derzeit positive Erwartungen - nach eher verhaltenem Optimismus im Vorjahr. Für das laufende Jahr erwartet die Mehrzahl der Mitgliedsinstitute des Wuppertaler Kreises eine ausgesprochen positive Geschäftsentwicklung. Insbesondere bei firmeninternen Seminaren rechnen die Institute mit steigenden Umsätzen, Anmeldezahlen und Aufträgen.
 
Wuppertaler Kreis
 
Der Wuppertaler Kreis ist der Verband der führenden Weiterbildungseinrichtungen der Wirtschaft. Im Jahr 2010 erzielten die Institute mit ihren Weiterbildungsdienstleistungen gemeinsam einen Umsatz von über 1,3 Milliarden Euro. Mehr als 1,25 Millionen Personen haben an Veranstaltungen der Institute des Wuppertaler Kreises teilgenommen. Rund 12.000 fest angestellte Mitarbeiter und fast 26.000 freie Trainer und Dozenten sind für die Weiterbildungseinrichtungen tätig.
Mehr Informationen im Internet unter www.wkr-ev.de


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