Wittenberg-Prozess
'Im Dialog mit der Elite von morgen'

Vom 16. bis 18. September 2009 fand das erste Kolloquium der Chemie-Stiftung Sozialpartner-Akademie (CSSA) im Rahmen des Wittenberg-Prozesses der Chemie-Sozialpartner statt. Unter dem Motto „Grundwerte und Leitlinien für Verantwortliches Handeln in der Sozialen Marktwirtschaft“ trafen sich 30 Führungs-kräfte, Wissenschaftler und Betriebsräte, um über wirtschaftsethische Fragen zu diskutieren. Ein weiterer Schwerpunkt der Veranstaltung war die Chemie-Sozialpartnerschaft mit ihrem besonderen Verhältnis zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaft.

Brancheninternes Forum ...

Bekannteste Teilnehmer des ersten CSSA-Kolloquiums waren auf Arbeitnehmerseite der IG BCE-Vorsitzende Hubertus Schmoldt sowie sein designierter Nachfolger, Michael Vassiliadis. Die Chemie-Arbeitgeber waren mit dem BAVC-Präsidenten Eggert Voscherau und dem BAVC-Hauptgeschäftsführer Hans Paul Frey ebenfalls prominent vertreten.

Der Veranstalter, die Chemie-Stiftung Sozialpartner-Akademie (CSSA), unterstützt als gemeinsame Einrichtung von IG BCE und BAVC die Vertiefung des Wittenberg-Prozesses durch die Organisation von Kolloquien für Führungskräfte und Betriebsräte. Aufgabe der Kolloqien ist die Vermittlung von wirtschaftsethischen Grundsätzen, um verantwortliches Handeln in der Sozialen Marktwirtschaft zu fördern.

 ... mit branchenübergreifender Präsenz

Anlässlich des Semesterstarts an der Handelshochschule Leipzig (HHL) stand der Wittenberg-Prozess der Chemie-Sozialpartner ebenfalls im Mittelpunkt. Im Rahmen einer Einführungsveranstaltung für die 153 neuen Studierenden aus 26 Ländern stellten Experten aus Unternehmen (BASF, Evonik), IG BCE und BAVC die Ziele, den Verlauf und die Ergebnisse dieses bisher einmaligen Branchendialogs unter dem Motto „Verantwortliches Handeln in der Sozialen Marktwirtschaft“ vor.

 „Value and Values“

 Nach den einführenden Vorträgen setzten sich die Studierenden, die zum größten Teil bereits über einen akademischen Grad und Berufserfahrung verfügen, in kleinen Gruppen am Beispiel des Wittenberg-Prozesses mit den Themen „Wirtschaftsethik“ und „Verantwortliches Handeln“ auseinander. Die künftigen Führungskräfte der globalen Wirtschaft betonten in ihren Beiträgen die Notwendigkeit einer Diskussion über „Value and Values“, über „Wert und Werte“. Sie wiesen zugleich auf die konkreten Herausforderungen bei der Fortentwicklung des Wittenberg-Prozesses hin. Hier wurde neben der Übertragbarkeit der Wertedebatte zwischen den Chemie-Sozialpartnern auf eine branchenübergreifende oder globale Ebene insbesondere die Frage der Messbarkeit eines solchen Prozesses kritisch hinterfragt.

Vertrauensbasis entscheidend

Die Experten aus Unternehmen, IG BCE und BAVC waren sich einig, dass die Umsetzung des Wittenberg-Prozesses nur schwierig mit den gängigen Methoden zu messen ist. Gleichwohl unterstrichen sie die herausragende Bedeutung des Wertes „Vertrauen“ für die Wirtschaft insgesamt sowie für die Zusammenarbeit von Arbeitgebern und Arbeitnehmern. Vertrauen sei zwar ein abstrakter, kaum messbarer Wert, aber eben doch essenziell für die tägliche Arbeit in den Unternehmen und zwischen den Sozialpartnern.

 

Der „Wittenberg-Prozess“ ist ein breit angelegtes Dia-logforum der Chemie-Sozialpartner mit dem Ziel, verantwortliches Handeln in der Sozialen Marktwirtschaft zu fördern. Zentrales Ergebnis ist ein bislang einmaliger Ethik-Kodex, der im Sommer 2008 in Anwesenheit von Bundespräsident Horst Köhler unterzeichnet wurde.

Die HHL, 1898 als Handelshochschule Leipzig entstanden und 1992 neu gegründet, ist Deutschlands älteste betriebswirtschaftliche Hochschule und zählt heute zu den führenden Business Schools.
Weitere Informationen: www.hhl.de
 



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