Reale Konsequenzen

Die Folgen der globalen Finanzkrise halten die Welt weiter in Atem. Kaum jemand streitet noch ab, dass die Realwirtschaft in Mitleidenschaft gezogen wird. Offen ist lediglich das Ausmaß des Abschwungs. Sämtliche Prognosen wurden bereits nach unten korrigiert. In dieser Situation lassen Forderungen nach kurzfristigen Konjunkturprogrammen nicht lange auf sich warten. Statt jedoch weitere Schulden aufzunehmen, um ein konjunkturelles Strohfeuer zu entfachen, kommt es jetzt darauf an, die Standortbedingungen in Deutschland zu verbessern.

Baustellen gibt es genug:

 

  • Steuern:

Besser als Konjunkturprogramme sind Steuererleichterungen für Beschäftigte und Unternehmen. Letztere sind es, die durch ihre Investitionen die Arbeitsplätze am Standort sichern.

  • Sozialabgaben:

Durch den Gesundheitsfonds kommen höhere Belastungen auf Arbeitgeber und Arbeitnehmer zu. In einer wirtschaftlichen Flaute ist das der falsche Weg.

  • Schuldenabbau:

Aufgrund der Finanzkrise ist ein ausgeglichener Haushalt vorerst auf Eis gelegt. Gleichwohl darf die Politik den Abbau der Schuldenlast nicht aus den Augen verlieren.

  • Bildung:

Deutschland braucht gut ausgebildete Wissenschaftler und Fachkräfte. Dieser von allen Seiten geteilten Einschätzung müssen Taten folgen. Der Bildungsgipfel kann hier nur ein erster Schritt sein.

  • lnnovation:

Gerade die Chemie-Branche schafft jeden Tag Innovationen. Starre Reglementierungen und unbegründete Ängste stehen aber oft den Arbeitsplätzen von morgen im Weg.

  •  Tarifpolitik:

In wirtschaftlich schwierigen Zeiten ist maßvolle Tarifpolitik das Gebot der Stunde. Alles andere gefährdet Wettbewerbsfähigkeit und Arbeitsplätze.

  • Soziale Marktwirtschaft:

Das Vertrauen in unser Wirtschaftssystem ist erschüttert – nicht erst durch die Finanzkrise. Hier müssen Arbeitgeber und Arbeitnehmer im eigenen Interesse gemeinsam um Vertrauen werben.

Es ist also noch eine Menge zu tun. Die Bundesrepublik muss sich besser auf den drohenden Abschwung vorbereiten. Politik, Wirtschaft und Gesellschaft sind gefordert, die Bedingungen am Standort Deutschland krisenfest zu machen.



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