Flexible Übergänge:
Passgenaue Lösungen sind der Schlüssel

Das Thema »flexible Übergänge« ist erneut in aller Munde. Nachdem erst im Frühjahr der abschlagsfreie Rentenzugang mit 63 Jahren für langjährig Versicherte beschlossen wurde, will sich die Regierungskoalition nun dem nächsten Thema annehmen: Wie kann der Übergang vom Erwerbsleben in den Ruhestand (noch) flexibler gestaltet werden und wie kann es einfacher werden, Beschäftigte auch nach Erreichen der Regelaltersgrenze weiter zu beschäftigen? Eine Arbeitsgruppe aus 12 Abgeordneten sowie Vertretern des Arbeits- und des Finanzministeriums erarbeitet derzeit Ideen und Vorschläge.

Für die Chemie-Arbeitgeber ist klar: Leitmotiv und Ziel bei dieser Diskussion muss mit Blick auf die demografische Entwicklung sein, dass möglichst viele Beschäftigte bis zum gesetzlichen Rentenalter gesund und leistungsfähig arbeiten können und somit ihren wichtigen Beitrag zum Wohlstand der Gesellschaft, zum wirtschaftlichen Erfolg ihres Unternehmens, aber auch zur Absicherung ihres eigenen Lebensstandards im Alter erbringen.
 
Lebensphasenorientierte Arbeitszeitgestaltung
 
Auf dem Weg dorthin sind bedarfsgerechte Instrumente für eine lebensphasenorientierte Arbeitszeitgestaltung einschließlich flexibler Übergänge zwischen Erwerbsleben und Ruhestand wichtige Bausteine für eine demografiefeste Personalpolitik. Die in der chemischen Industrie mit dem Tarifvertrag »Lebensarbeitszeit und Demografie« bereits 2008 geschaffenen betrieblichen Demografiefonds werden deswegen für die Finanzierung genau solcher Instrumente eingesetzt. Langzeitkonten, Altersteilzeit, zusätzliche Altersvorsorge, Berufsunfähigkeitsversicherungen oder auch Arbeitszeitreduzierungen werden betrieblich vereinbart und umgesetzt. Leitprinzip für diese Angebote ist, die Mittel ziel- und bedarfsgerecht einzusetzen. Die Betriebsparteien regeln vor Ort, wie die Demografiefonds verwendet werden. Dort können der Bedarf der jeweiligen Beschäftigten und die betrieblichen Belange am besten beurteilt werden.
 
Das Ziel: ein möglichst langer Verbleib im Erwerbsleben
 
Für diejenigen Beschäftigten, denen eine produktive und gesunde Vollzeitbeschäftigung bis zur Regelaltersgrenze nicht möglich ist, müssen dabei bevorzugt Wege eröffnet werden, die eine zunächst schrittweise Reduzierung der Arbeitszeit erlauben, um somit auch für diese Arbeitnehmer ein möglichst langes Verbleiben im Erwerbsleben zu fördern. Hier sollten zukünftig noch mehr und attraktivere Instrumente zur Gestaltung einer schrittweisen Reduzierung der Arbeitszeit zur Verfügung stehen, die von Betrieben und Beschäftigten entsprechend den jeweiligen Bedürfnissen genutzt werden können.
Das Thema flexible Übergänge muss aber nicht neu erfunden werden — es gibt bereits bewährte Instrumente. Die rechtlichen Rahmenbedingungen für diese können jedoch an vielen Stellen flexibler und unbürokratischer gestaltet werden. Gesetzliche Festlegungen mit pauschalen Ansprüchen auf einzelne Instrumente oder einer bevorzugten Förderung bestimmter Formen flexibler Übergänge helfen jedoch nicht bei einem zielgerichteten Management des demografischen Wandels.
 
BAVC-Position
Die ausführliche Positionierung der Chemie-Arbeitgeber zum Thema »flexible Übergänge« finden Sie auf www.bavc.de
 
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