Arbeitsmarkt EU:
Mehr Mobilität — bessere Chancen

Vom 7. bis 9. September 2016 fand in Wien eine von den europäischen Chemie-Sozialpartnern ECEG (European Chemical Employers Group), FECCIA (Internationaler Branchenverband der Führungskräfte der chemischen Industrie) und IndustriAll European Trade Union (Europäische Industriegewerkschaft) organisierte Konferenz zum Thema »Mobility and Mentoring — Increasing Employment of Young People in the European Chemical Industry« statt, an der mehr als 100 Unternehmens- und Gewerkschaftsvertreter aus der chemischen und pharmazeutischen Industrie teilgenommen haben.

Unterstützung bei der Jobsuche im EU-Ausland

Die Projektpartner setzen sich zum Ziel, junge Menschen aus dem Chemie-Sektor bei der Jobsuche im EU-Ausland zu unterstützen. Trotz teilweise hoher Arbeitslosigkeit nutzen derzeit nur 2,7 Prozent der EU-Bürger die Möglichkeit, für ein Jobangebot in einen anderen Mitgliedstaat zu gehen. ECEG-Präsident Stephen Elliott hob in seiner Eröffnungsrede hervor, dass es jungen Menschen bei der Jobsuche im Ausland häufig an maßgeschneiderten Informationen fehle. Ein persönlicher Ansprechpartner könne hier Abhilfe schaffen und sie bei der Jobsuche in der chemischen Industrie im Ausland unterstützen, praktische Informationen für einen Wechsel zur Verfügung stellen und dabei helfen, die Erwartungen der neuen Umgebung zu erfüllen.

Mentoringprogramm

Zu diesem Zweck werden im Rahmen des weiteren Projekts eine Website und ein Online-Handbuch erarbeitet, anhand derer sich junge Menschen rund um das Thema Mobilität in der chemischen Industrie informieren können. Parallel dazu sollen interessierte Unternehmensvertreter in Workshops als Mentoren ausgebildet werden, die mithelfen, junge Menschen konkret auf die Arbeit im Ausland vorzubereiten. Einige best practice-Beispiele von Unternehmensvertretern aus Kroatien, dem Vereinigten Königreich und der Schweiz sowie bereits bestehende Initiativen — wie z.B. das European Young Chemists‘ Network — wurden im Rahmen der Veranstaltung vorgestellt. Diese zeigen, dass beim Wechsel ins Ausland vor allem die Sprachbarriere, die Anerkennung von Qualifikationen sowie kulturelle Unterschiede die größten Herausforderungen darstellen.

Beitrag im Kampf gegen Jugendarbeitslosigkeit

Der Europaabgeordnete und Vorsitzende des Ausschusses für Beschäftigung und Soziales im Europäischen Parlament, Thomas Händel, unterstrich im Rahmen der Konferenz, dass das Projekt ein guter Beitrag zur Wahrnehmung der gesellschaftlichen Verpflichtung sei, die Jugendarbeitslosigkeit in Europa zu bekämpfen.

Die Veranstaltung bildete den Auftakt eines von der Europäischen Kommission finanziell geförderten Projekts mit einer Laufzeit von zwei Jahren. Während der Projektphase sind in 2017 insgesamt vier Workshops zur Mentorenschulung geplant.

 

Mehr Informationen zum Projekt und dessen Verlauf finden Sie unter www.mobilitymentoringportal.eu



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