Positionspapier
Bildungsrat will die Berufsschule stärken

Das System der dualen Berufsausbildung in Betrieb und Berufsschule ist die tragende Säule der Fachkräftesicherung in Deutschland. Auch die chemische Industrie mit 1.900 Unternehmen und rund 550.000 Beschäftigten ist zur Nachwuchssicherung auf eine gut funktionierende duale Ausbildung angewiesen. Der Erfolg und die hohe Qualität des dualen Ausbildungssystems in Deutschland basieren ganz wesentlich auf der Leistungsfähigkeit und der Zusammenarbeit der Lernorte Betrieb und Berufsschule. Jedoch wird die Bedeutung der Berufsschule als leistungsstarker Partner der Ausbildungsbetriebe in der aktuellen bildungspolitischen Diskussion vielfach vernachlässigt.

Herausforderungen für Berufsschulen
 
Angesichts der wachsenden Herausforderungen aufgrund
  •  des demografischen Wandels und rückläufiger Schülerzahlen,
  • einer zunehmenden Heterogenität der Schülerschaft bei Leistungsfähigkeit, Sozialkompetenzen, sprachlicher und kultureller Prägung,
  •  eines sich verschärfenden Lehrermangels in naturwissenschaftlichen und technischen Schulfächern,
  • steigender Anforderungen und einer wachsenden Differenzierung in Theorie und Praxis moderner Ausbildungsberufe und
  • eines schnellen technologischen Wandels der Arbeitswelt, der einhergeht mit einem kontinuierlichen Modernisierungs- und Anpassungsbedarf,

hat der paritätisch besetzte Bildungsrat von Bundesarbeitgeberverband Chemie (BAVC) und Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) das gemeinsame Positionspapier »Berufsschule stärken — Erfolgsmodell duale Ausbildung sichern« verabschiedet.

Forderungen an die Politik
 
Das Positionspapier richtet sich an die politischen Entscheidungsträger und fordert sie dazu auf, verlässliche Rahmenbedingungen für Berufsschulen zu schaffen und sie bei der Bewältigung ihrer zentralen Zukunftsaufgaben nachhaltig zu unterstützen.
Anderenfalls besteht die Gefahr, dass die Attraktivität des dualen Ausbildungssystems in Deutschland Schaden nimmt und damit die Ausbildungsbereitschaft der Betriebe und die Ausbildungschancen junger Menschen in Mitleidenschaft gezogen werden. Dabei betont das Positionspapier die für die Chemie-Branche besonders relevanten naturwissenschaftlich-technischen Unterrichtsfächer und verweist auf das hohe Ausbildungsengagement der chemisch-pharmazeutischen Industrie in Deutschland.


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