10 Jahre Sektoraler Sozialer Dialog:
Europa voranbringen

Seit 2004 nutzen die Sozialpartner der europäischen Chemie-Industrie den sektoralen Sozialen Dialog auf europäischer Ebene. Die chemische Industrie war als eine der ersten großen Industriebranchen anerkannter Partner im sektoralen Sozialen Dialog auf EU-Ebene. Dadurch wirken die Sozialpartner an der Gestaltung der EU-Politik und der Festlegung europäischer Sozialnormen mit. Der Soziale Dialog umfasst Gespräche, Konsultationen, Verhandlungen und gemeinsame Maßnahmen der europäischen Sozialpartner. Er ist neben der Gesetzgebung, der offenen Methode der Koordinierung und den Finanzierungsinstrumenten eines der zentralen Werkzeuge der Sozialpolitik auf EU-Ebene.
 
Wettbewerbsfähigkeit im Fokus
 
Die diesjährige von der Europäischen Kommission geförderte Konferenz des europäischen Sektoralen Sozialdialogs, die Mitte Oktober in den Räumen der European Chemicals Agency (ECHA) in Helsinki stattfand, rückte insbesondere die Wettbewerbsfähigkeit der chemischen Industrie in Europa in den Fokus.
Zusammen mit industriAll, der Föderation europäischer Industriegewerkschaften, verabschiedete die Arbeitgebervereinigung European Chemical Employers Group (ECEG) die »European Chemical Social Partners’ Roadmap 2015-2020«. Mit der Roadmap für die kommenden 5 Jahre formulieren die europäischen Sozialpartner ihre gemeinsamen Projekte in der chemischen Industrie. Die Aufgabenschwerpunkte umfassen neben der Wettbewerbsfähigkeit die Themenfelder Forschung und Entwicklung, Gesundheit und Arbeitssicherheit, »Responsible Care«, Beschäftigung im Zeichen des demografischen Wandels sowie Aus- und Weiterbildung (»Lifelong Learning«).
 
Der Schlüssel: Innovationen
 
Die teilnehmenden Repräsentanten der Europäischen Kommission, der Arbeitgeber sowie der Gewerkschaften waren sich einig, dass Innovationen der Schlüssel für Europa sind. Vertreter von ECEG sprachen unter anderem über die bevorstehende 21. UN-Klimakonferenz und bezogen sich dabei auf 2 bereits verabschiedete Übereinkommen der Sozialpartner zu Klima- und Energiepolitik aus den Jahren 2012 und 2013 sowie auf die aktuelle ECEG-Position zum UN-Rahmenübereinkommen über Klimaänderungen. Michael Vassiliadis, Präsident von industriAll Europe und Vorsitzender der IG BCE, erklärte gegen­seitiges Vertrauen zur wichtigsten Voraussetzung für den Sozialen Dialog und erinnerte daran, dass man gemeinsam — Gewerkschaften wie Arbeitgeberverbände — zu Beginn der Weltwirtschaftskrise 2009 ein Papier verabschiedet hatte, in dem sich die Sozialpartner der chemischen Industrie dazu bekannten, flexible tarifliche bzw. gesetzliche Möglichkeiten zu nutzen, um möglichst viele Arbeitsplätze zu erhalten. An der Veranstaltung nahmen 51 Vertreter aus 15 Ländern teil.
 
Mehr Informationen zum Sozialen Dialog der Chemie sowie zum europäischen Chemie-Arbeitgeberverband ECEG finden Sie unter
www.bavc.de   ›EU/International
 
 
 

 



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