Chemie-Tarifrunde 2014
Arbeitgeber fordern Kostenbremse

Die Tarifrunde für die 550.000 Beschäftigten in den 1.900 Betrieben der chemischen und pharmazeutischen Industrie läuft: Seit Anfang Dezember verhandeln Arbeitgeber und Gewerkschaft zunächst auf regionaler Ebene über die Themen Entgelt sowie Ausbildung und Übernahme. Der Weg zu einem Kompromiss wird steinig und lang — bedenkt man, dass die Forderung der IG BCE nach 5,5 Prozent mehr Geld und die reale wirtschaftliche Lage der Chemie weit auseinander liegen.
 
Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit…
 
Die Fakten sind eindeutig: 
  • Die deutsche Chemie-Industrie hat seit 2011 an Wettbewerbsfähigkeit verloren. Die Produktivität ist gesunken, die Lohnstückkosten sind hingegen deutlich gestiegen.
  • Die Chemie-Produktion liegt noch immer unter dem Vorkrisenniveau von 2007 — während die Entgelte 2011 um 4,1 und 2012 um 4,5 Prozent erhöht wurden.
  • Grundlage dieser Tarifabschlüsse war die Aussicht auf bessere Geschäfte. Diese Erwartungen haben sich jedoch nicht erfüllt. Seit zehn Quartalenbewegt sich die Branchenkonjunktur seitwärts.
  • Steigende Arbeitskosten und die Folgen der Energiewende erhöhen den Kosten- und Wettbewerbsdruck in den Unternehmen massiv. Laut BAVC-Konjunkturumfrage arbeiten über 80 Prozent der Unternehmen zurzeit verstärkt an Programmen zur Kostensenkung.
 
…statt Prinzip Hoffnung
 
Die Botschaft dieser Fakten ist klar: Die Chemie-Tarifrunde 2014 muss einen Beitrag zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit leisten. Die Schere zwischen kräftigen Tariferhöhungen und rückläufiger Produktivität darf nicht weiter auseinander gehen. Seit 2011 klaffen Konjunkturprognosen und reale Entwicklung deutlich auseinander. Das Prinzip Hoffnung darf nicht zur Basis der Tarifpolitik werden. Stattdessen müssen Arbeitgeber und IG BCE gemeinsam auf die Kostenbremse treten.


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