Jugend:
Generation im Aufbruch

Ego-Taktiker mit ausgeprägter Lethargie in politischen und gesellschaftlichen Fragen, selbstbewusst und den eigenen Spaß immer fest im Blick — dieses wenig schmeichelhafte Bild der deutschen Jugend hat sich in den letzten Jahren bei vielen verfestigt. Dass Pauschalierungen eine Generation kaum zutreffend charakterisieren können und vieles im Wandel begriffen ist, zeigen dagegen die Ergebnisse der aktuellen Shell-Studie: Die junge Generation zwischen 12 und 25 ist im Aufbruch. Sie ist anspruchsvoll, hat den Willen mitzugestalten und Neues zu entdecken. Stabilität im privaten und beruflichen Umfeld gewinnt ebenso an Bedeutung wie die Frage nach dem Sinn des eigenen Handelns oder die Vereinbarkeit von Arbeit, Freizeit und Familie. Die junge Generation blickt trotz der wachsenden globalen Herausforderungen optimistisch in die Zukunft. Daraus erwachsen Chancen, aber auch neue Aufgaben für Wirtschaft und Gesellschaft.

Herausforderungen für die Unternehmen

Für die Unternehmen bedeuten die Ergebnisse der Shell-Studie vor allem eines: Sie werden bei der Fachkräftesicherung künftig mit einer noch größeren Vielfalt von Bedürfnissen und Lebenswelten umgehen müssen. Ein realistisches Erwartungsmanagement sowie flexible Strukturen, die auf unterschiedliche Bedürfnisse und Lebensphasen der Mitarbeiter eingehen können, werden hierbei zum Erfolgsfaktor — ebenso wie die Fähigkeit, neben dem ökonomischen Nutzen die Sinnhaftigkeit des eigenen Handelns im Erwerbsleben zu vermitteln.

Gleichzeitig gilt es, die richtigen Formate zur Ansprache geeigneter Kandidaten zu finden. Die junge Generation ist vernetzt und mobil, das Smartphone als Lebensbegleiter und Problemlöser allgegenwärtig. Folglich müssen Inhalte und Prozesse konsequent für die mobile Nutzung aufbereitet werden. Zeitgemäße Kommunikation, ansprechende Inhalte und Leistungen, nachhaltiges Wirtschaften und eine Kultur des Miteinanders: All das wird für die Wahrnehmung eines Unternehmens und einer Branche mehr denn je entscheidend sein. Die chemische Industrie ist hier gut aufgestellt. Sozialpartnerschaft, innovative Tarifverträge, Nachhaltigkeitsinitiative Chemie3 und die Ausbildungskampagne »Elementare Vielfalt (ElVi)« sind wichtige Bausteine, um die Herausforderungen der Zukunft zu meistern und Chancen zu nutzen. 


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