Sonderprogramm MobiPro-EU

Das Sonderprogramm des Bundes zur „Förderung der beruflichen Mobilität von ausbildungsinteressierten Jugendlichen aus Europa (MobiPro-EU)“ ist auf Basis neuer Fördergrundsätze zukunftsfest aufgestellt worden. Das Sonderprogramm unterstützt seit Januar 2013 junge EU-Bürgerinnen und EU-Bürger bei der Aufnahme einer betrieblichen Berufsausbildung in Deutschland. Seit Programmstart wurden bisher von rund 9.100 Personen Förderanträge gestellt. Davon waren rund 6.400 im Ausbildungssegment und 2.700 im Fachkräftesegment. Vor dem Hintergrund dieses sehr großen Interesses ist das Mittelvolumen für die Jahre 2013 bis 2018 von ursprünglich 139 Millionen Euro auf rund 560 Millionen Euro erhöht worden.

Eckdaten der neuen Förderrichtlinie im Überblick

Auf Grundlage der neuen Fördergrundsätze wird das MobiPro-Programm künftig im Wege der Projektförderung durchgeführt. Zudem steht es nur noch ausbildungsinteressierten Jugendlichen und nicht mehr Fachkräften aus dem EU-Ausland offen. Im Ausbildungsjahr 2015 sollen rund 2.000 junge Menschen darüber eine Ausbildung beginnen können. Förderungen, die in den Jahren 2013 und 2014 begonnen haben, bleiben von den Änderungen unberührt. Folgende Änderungen ergeben sich im Einzelnen:

Umstellung von Individual- auf Projektförderung
• Projektträger bewerben sich für die Programmteilnahme und werden im Rahmen eines struktu-rierten Verfahrens ausgewählt. Zuwendungsempfänger können juristische Personen des privaten und des öffentlichen Rechts sein, d.h. freie und öffentliche Einrichtungen, Unternehmen, Bildungsträger, Forschungseinrichtungen oder Verbände.
• Einführung klarer Kommunikationsstrukturen: Es wird ein Ansprechpartner für die Jugendlichen (Träger) und ein Ansprechpartner für die BA (Träger) geschaffen.
• Die Organisation erfolgt über die gesamte Laufzeit „aus einer Hand“.
• Die Projekte bestehen aus jeweils 10 - 30 Teilnehmer/innen, der Projektträger begleitet und un-terstützt diese während ihrer Ausbildung.

Mehrstufiges Auswahlverfahren für Projektträger
Es gibt ein zweistufiges Auswahlverfahren: 1. Stufe: Projektauswahl - Die Träger reichen ihre Projektvorschläge bei der BA ein. Diese werden von der BA und dem Bundesarbeitsministerium bewertet. 2. Stufe: Antragsverfahren - Diejenigen, deren Projektvorschläge ausgewählt wurden, reichen ihren Projektantrag ein.
Projektinhalte
• Die Förderleistungen des Programms (Sprachkurs, Reisekosten, Praktikum, etc.) bleiben grundsätzlich bestehen, die Inhalte sind offener gestaltet (keine festgelegte Förderkette).
• Die Projektträger sind dazu aufgerufen, innovative Projekte zu entwickeln.
• Die Begleitung und Betreuung der Jugendlichen wird in den Mittelpunkt gerückt und zu einem Auswahlkriterium bei der Projektauswahl.

Vermittlung durch die BA - Zusammenarbeit mit Trägern
• Die Rekrutierung in den Partnerländern soll ausschließlich über die BA bzw. die ZAV erfolgen.
• Die Förderbestimmungen lassen jedoch auch weiterhin die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Trägern zu, die selbst im Ausland rekrutieren, diese müssen sich aber mit der BA bzw. ZAV ab-stimmen.

Weitere Unterschiede zur bisherigen Förderpraxis
• Die Altersgrenze der Jugendlichen wird abgesenkt und auf maximal 27-Jährige beschränkt.
• Der Ausbildungsbeginn muss zwischen dem 1. August und dem 1. Oktober eines Ausbildungsjahres liegen.

Zeitplanung

• am 4. August 2014: Aufruf zur Einreichung von Projektvorschlägen auf der Webseite www.thejobofmylife.de
• bis 30. September 2014: Abgabe der Projektvorschläge durch die Träger
• bis 15. November 2014: Bewertung der Projektvorschläge durch die Auswahlkommission und Rückmeldung an die Träger
• bis 31. Dezember 2014: Antragstellung durch die zugelassenen Projektträger


Die neuen Fördergrundsätze können hier heruntergeladen werden: http://bit.ly/1ogeDrv

Weitere Informationen zur Gestaltung des MobiPro-EU Programms ab 2015 sind auf der Webseite www.thejobofmylife.de verfügbar.


Weitere Artikel und Informationen finden Sie online unter www.bavc.de ► Bildung ► INFOBOARD
 



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