Ausblick 2008: Chemie wächst langsamer

"Deutsche Chemieproduktion schaltet einen Gang zurück" und "Chemie wächst langsamer" - mit diesen Überschriften beginnt der Verband der Chemischen Industrie (VCI) seinen Bericht zur wirtschaftlichen Lage der Chemie-Industrie im vierten Quartal 2007. Dieser enthält auch einen Ausblick auf das Jahr 2008.
Nachfolgend Auszüge im Wortlaut:

2007 positiv

"Das vierte Quartal 2007 verlief für die deutsche Chemie-Industrie insgesamt enttäuschend."

"Trotz des unbefriedigenden Jahresendquartals fällt die Branchenbilanz für das Gesamtjahr 2007 insgesamt positiv aus. Die Chemiekonjunktur entwickelte sich deutlich besser als man es noch vor einem Jahr erwarten konnte. Mit dem amtlichen Produktionsplus von 4,3 Prozent ist die Branche mehr als zufrieden."

Belegschaftszahlen:

Abwärtstrend gestoppt

"Der langjährige Abwärtstrend bei den Chemiebeschäftigten konnte im Jahr 2007 gestoppt werden. Die Belegschaftszahlen legten im Gesamtjahr trotz des anhaltenden Restrukturierungsprozesses und der damit verbundenen Auslagerung von Unternehmensteilen sogar leicht um 0,3 Prozent auf 437.300 Mitarbeiter zu."

Steigende Verunsicherung

"Allerdings hat die Verunsicherung über die weitere Geschäftsentwicklung zuletzt zugenommen. Angesichts eines starken Euros, extrem hoher Ölpreise und negativer Konjunkturmeldungen aus den USA glaubt in der deutschen Chemieindustrie kaum jemand, dass sich der Aufwärtstrend im Jahr 2008 mit gleicher Dynamik fortsetzt."

Voraussetzungen deutlich verschlechtert

"Man darf ... nicht die Augen davor verschließen, dass die Voraussetzungen für eine Fortsetzung des Chemieaufschwungs inzwischen deutlich schlechter sind als ein Jahr zuvor: Der Ölpreis hat seit Januar 2007 um rund 50 Prozent zugelegt. Entsprechend rasant steigen die Rohstoff- und Energiekosten der Chemieunternehmen und belasten in einigen Sparten die Gewinnmargen. Zudem wertete im gleichen Zeitraum der
Euro gegenüber dem Dollar um 9,2 Prozent auf. Das drückt auf die preisliche Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Chemieindustrie."

Stimmung eingetrübt

"Die Risiken haben zuletzt weiter zugenommen. Die US-Immobilienkrise droht sich zu einer internationalen Finanzkrise auszuweiten. Die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute gehen zwar davon aus, dass sich die realwirtschaftlichen Auswirkungen auf die Weltwirtschaft und die europäischen Volkswirtschaften in Grenzen halten. Überraschungen sind jedoch nicht ausgeschlossen. Die Stimmung in der Wirtschaft und bei den Konsumenten hat sich jedenfalls bereits eingetrübt."

Abkühlung in Gesamtwirtschaft und Chemie

"Für Deutschland wird die von den Wirtschaftsforschern prognostizierte Abkühlung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und der Industriekonjunktur bereits durch die jüngsten Daten des Statistischen Bundesamtes bestätigt. Die Auswirkungen auf das Chemiegeschäft waren bereits im vierten Quartal spürbar."
"Darum erwarten wir für 2008 ein Wachstum der Chemieproduktion um ca. 2,5 Prozent - nach 4,3 Prozent im vergangenen Jahr."

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