60 Jahre Soziale Marktwirtschaft: Erfolgsstory mit Zukunft

Die Soziale Marktwirtschaft ist älter als die Bundesrepublik selbst. Im Sommer 1948 von Ludwig Erhard aus der Taufe gehoben, hat das Modell der Sozialen Marktwirtschaft den Deutschen seit Jahrzehnten Wohlstand, Stabilität und unternehmerische Freiheit gebracht. Es war die Basis für den Aufstieg Deutschlands aus den Nachkriegsruinen und für das vielbestaunte Wirtschaftswunder.

Einmalige Bilanz

Zum Jubiläum ist viel geschrieben worden über die Erfolgsbilanz der Sozialen Marktwirtschaft in Deutschland:

Das Bruttoinlandsprodukt je Einwohner ist heute fast 6-mal größer als 1950

Deutschland ist seit Jahren Exportweltmeister

Der durchschnittliche Bruttostundenlohn liegt fast 24-mal höher als 1950

Die wöchentliche Arbeitszeit ist um 10 Stunden geschrumpft

30 statt 12 Urlaubstage sind die Regel

Diese Liste lässt sich beliebig verlängern. Dennoch, die Erfolgszahlen verblassen, stellt man eine andere Zahl dagegen:

Nur noch 31 Prozent der Deutschen haben eine gute Meinung von der Sozialen Marktwirtschaft. Die rasant fortschreitende Globalisierung wirft Fragen auf und lässt Ängste entstehen. Frühere Sicherheiten und Gewissheiten sind verloren gegangen. Die Menschen zweifeln mehr und mehr daran, dass die Soziale Marktwirtschaft den neuen
Herausforderungen Stand halten kann. Sie sehen ihren persönlichen Lebensstandard zunehmend in Gefahr.

Enorme Anpassungsfähigkeit

Das deutsche Erfolgsmodell Soziale Marktwirtschaft hat oft genug bewiesen, dass es sich auf neue und schwierige Situationen einstellen kann.

Mit diesem Wirtschaftsmodell konnten Ölkrisen überwunden, neuen Wettbewerbern Paroli geboten und getrennte Staaten wiedervereint werden. Nichts spricht dafür, dass nun die Globalisierung die Soziale Marktwirtschaft überfordert – jedenfalls dann nicht, wenn ihre zentralen Prinzipien beachtet werden.

Freiheit und sozialer Ausgleich

Soziale Marktwirtschaft braucht Freiheit, das heißt freies Unternehmertum und Raum zur Entfaltung ohne Bevormundung. Freiheit ist der zentrale Stützpfeiler der Sozialen Marktwirtschaft. Zugleich braucht es sozialen Ausgleich im Sinne von Chancengleichheit, nicht im Sinne von Umverteilung nach dem Prinzip Gießkanne. Nicht zuletzt ist die Soziale Marktwirtschaft auf Subsidiarität angewiesen: Die Verantwortung muss dort übernommen werden, wo sie hingehört. Dazu zählt insbesondere eine Tarifautonomie ohne systemwidrige Eingriffe des Staates.
Wer diese Prinzipien im täglichen Wettstreit um Märkte befolgt, kann auch in Zeiten globaler Konkurrenz erfolgreich bleiben – wie die Soziale Marktwirtschaft insgesamt.
Sie braucht nur genügend Raum, um flexibel auf Neues reagieren zu können. Dann bietet die Soziale Marktwirtschaft auch in Zukunft Antworten auf aktuelle Herausforderungen wie die Globalisierung.

Leserdienst

Anläßlich der BAVC-Mitgliederversammlung 2008 hat der bekannte Wirtschaftsethiker Prof. Dr. Dr. Karl Homann eine vielbeachtete Rede zum Thema 'Die Akzeptanzkrise der Wirtschaft - was tun?' gehalten.

Darin analysiert er den gegenwärtigen Vertrauensverlust der Sozialen Marktwirtschaft und gibt konkrete Vorschläge zur Überwindung der Vertrauenskrise. Diese Rede ist in Broschürenform über den BAVC erhältlich unter:

leserdienst@bavc.de

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