Parlamentspläne schaden Werkfeuerwehren und Unternehmen - EU-Arbeitszeitrichtlinie realitätsfremd

Die Arbeitgeber der chemischen Industrie betrachten die aktuell diskutierte Neuregelung der EU-Arbeitszeitrichtlinie im Hinblick auf die Werkfeuerwehren als realitätsfremd und schädlich für die gesamte Branche.

Derzeit ist vorgesehen, dass auch bei Werkfeuerwehren künftig die inaktive Zeit des Bereitschaftsdienstes als Arbeitszeit zählt. Dies würde dazu führen, dass die Kosten für die Werkfeuerwehren aufgrund des zusätzlichen Personalbedarfs in unzumutbarem Maße steigen. Nicht nur, dass der Arbeitsmarkt keine zusätzlichen Kräfte hergibt, auch die Mitarbeiter der Werkfeuerwehren selbst haben dezidiert kein Interesse an einer Änderung der bestehenden Bereitschaftsregelungen. Die Bereitschaftsdienste der Werkfeuerwehren sind mit den Diensten der Ärzte nicht vergleichbar.

„Wir lehnen eine Zwangsbeglückung der Werkfeuerwehren und der Unternehmen ab“, erklärte BAVC-Hauptgeschäftsführer Hans Paul Frey anlässlich einer Informationsveranstaltung in Brüssel, zu der der Europa-Abgeordnete Thomas Mann (CDU) geladen hatte. „Die derzeit diskutierte Neuregelung ist überflüssig. Damit ist niemandem geholfen. Unternehmen und Werkfeuerwehren sind gemeinsam gegen die Pläne. Durch die Vorschläge wird ein funktionierendes System zur Gewährleistung von Sicherheit für Umwelt und Mitarbeiter ohne Not aufs Spiel gesetzt. Wir appellieren an alle EU-Parlamentarier, auf den Weg der Vernunft zurückzukehren“, so Frey.

Thomas Mann, beschäftigungspolitischer Sprecher der CDU/CSU-Gruppe im Europäischen Parlament, unterstützte diese Forderung und setzt sich gleichzeitig dafür ein, dass die bewährten individuellen und flexiblen Arbeitszeitmodelle bestehen bleiben. Er hofft, dies in der anstehenden Plenarsitzung durchzusetzen. 'Werkfeuerwehren müssen vom Anwendungsgebiet der Arbeitszeitrichtlinie ausgenommen sein', fordert Mann.

 


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