Ausbildungsrekord in der Chemie-Industrie
9.583 neue Ausbildungsplätze - Plus von 11 Prozent gegenüber 2003

2012 ist das stärkste Ausbildungsjahr der Chemie-Industrie seit dem Start des Tarifvertrages „Zukunft durch Ausbildung' im Jahr 2003: Mit 9.583 angebotenen Ausbildungsplätzen wurde eine neue Bestmarke erreicht. Die ambitionierte Vorgabe des Tarifabkommens von 9.000 Plätzen ist damit nicht nur eingehalten, sondern um 6,5 Prozent übertroffen. 2012 wurden rund 1.000 Ausbildungsstellen mehr angeboten als 2003. Dies entspricht einem Plus von 11 Prozent.
 
IG BCE und Chemie-Arbeitgeber hatten 2003 vereinbart, das Ausbildungsplatzangebot bis 2007 stufenweise um 7 Prozent zu erhöhen. Der Tarifvertrag „Zukunft durch Ausbildung“ wurde unterdessen mehrfach verlängert und ausgebaut. Insgesamt befinden sich heute über 27.000 junge Menschen in der Ausbildung zu einem der über 50 naturwissenschaftlichen, technischen oder kaufmännischen Berufe in der chemischen Industrie.
 
Freie Ausbildungsplätze in der Chemie sind seit diesem Jahr über eine neue Online-Ausbildungsbörse für das gesamte Bundesgebiet abrufbar: Die Ausbildungsbörse ist Teil der Ausbildungskampagne „Elementare Vielfalt“, einer Initiative der Chemie-Arbeitgeber-verbände (elementare-vielfalt.de/ausbildungsboerse).
 
IG BCE-Chef Vassiliadis: „Gute Perspektiven in der Chemie“
 
„Wir haben das hohe Ausbildungsplatzniveau in der Chemie nicht nur stabilisiert, sondern sogar noch gesteigert“, betont der IG BCE-Vorsitzende Michael Vassiliadis. „Vor dem Hintergrund sinkender Schulabgängerzahlen ist das eine bemerkenswerte Entwicklung und ein deutliches Signal: Die jungen Leute haben in der Chemie gute Perspektiven. Wir leisten zugleich einen Beitrag für die Zukunftsfähigkeit der Branche.“
 
BAVC-Präsident Voscherau: „Erfolgsgeschichte fortschreiben“
 
Eggert Voscherau,Präsident des Bundesarbeitgeberverbands Chemie (BAVC), unterstreicht: „Dieser Tarifvertrag ist eine Erfolgsgeschichte, die wir fortschreiben wollen. Die Unternehmen investieren deutlich mehr in die Ausbildung ihrer künftigen Fachkräfte – das nützt den Jugendlichen und das nützt der Wettbewerbsfähigkeit unserer Industrie. Denn auch wir sehen, dass infolge des demografischen Wandels immer mehr Lehrstellen unbesetzt bleiben.“
 
„Start in den Beruf“
 
IG BCE und Chemie-Arbeitgeber wollen die Chancen junger Menschen weiter verbessern und zugleich dem sich abzeichnenden Fachkräftemangel entgegenwirken. Deshalb haben die Sozialpartner im Rahmen der Tarifrunden 2011 und 2012 vereinbart, das im Jahr 2000 aufgelegte Projekt „Start in den Beruf“ auszubauen und dabei verstärkt kleine und mittelgroße Unternehmen einzubeziehen.
 
„Start“ ist ein betriebliches Programm zur Förderung von Schulabgängern, denen Voraussetzungen zu einer Berufsausbildung fehlen. Bislang haben daran rund 2.500 junge Leute teilgenommen, die Erfolgsquote liegt bei über 80 Prozent.
 
Finanziert wird „Start“ aus dem paritätisch verwalteten Fonds des Unterstützungsvereins der Chemischen Industrie (UCI). Insgesamt wurden bisher 5,3 Millionen Euro in das Projekt gesteckt. Die Start-Teilnehmer erhalten eine Hilfe zum Lebensunterhalt von monatlich 225 Euro. Die beteiligten Unternehmen zahlen insgesamt eine Vergütung von monatlich 450 Euro.


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