Chemie-Tarifrunde 2012
Verhandlungen ohne Ergebnis vertagt

Die bundesweiten Tarifverhandlungen in der Chemie-Industrie sind heute ohne Ergebnis vertagt worden. Die Verhandlungen für 550.000 Beschäftigte in 1.900 Betrieben werden am 23. und 24. Mai 2012 in Schönefeld bei Berlin fortgesetzt.
 
BAVC-Verhandlungsführer Hansen: „Mit Trippelschritten kommen wir nicht weiter“
 
„Die Verhandlungen sind zäh und komplex. Aber sie sind auch von dem Willen geprägt, jetzt gemeinsam in der Sache voranzukommen“, sagte BAVC-Verhandlungsführer     Hans-Carsten Hansen. „Um einen echten Fortschritt zu erzielen, müssen wir die Gangart aber noch deutlich erhöhen. Die Arbeitgeber werden ihren Teil dazu beitragen.“ Auch die IG BCE müsse sich sichtbar vorwärts bewegen. „Mit Trippelschritten kommen wir nicht weiter.“ Das Ziel der Arbeitgeber sei unverändert: „Wir wollen einen Abschluss mit beiden Elementen: Realismus beim Entgelt und Flexibilität bei der Arbeitszeit.“
 
Chemie-Flächentarif für alle Unternehmen bezahlbar halten
 
Die geforderte Entgelterhöhung von 6 Prozent ist aus Sicht der Arbeitgeber unrealistisch. Hansen: „Die Chemie kämpft 2012 gegen ein Jahr der Stagnation. Schuldenkrise, Abschwächung der Weltwirtschaft, steigende Energie- und Rohstoffkosten: die konjunkturellen Risiken lassen sich nicht wegdiskutieren.“ Es gehe darum, die Wettbewerbsfähigkeit des Chemie-Standorts Deutschland in einem zunehmend volatilen Umfeld zu sichern. Zumindest habe die IG BCE akzeptiert, dass es keinen Nachholbedarf für 2011 gibt. „Entscheidend ist, das richtige Maß für 2012/2013 zu finden“, betonte Hansen.
 
Demografie und Arbeitszeit: technische Arbeitsgruppen eingesetzt
 
Zur Vertiefung des Themas „Demografie und Arbeitszeit“ wurden technische Arbeitsgruppen eingesetzt, die bis zur nächsten Verhandlung konkrete Vorschläge erarbeiten sollen. Dazu BAVC-Verhandlungsführer Hansen: „Der Zeitplan ist anspruchsvoll, das Thema sehr komplex. Aber im Grundsatz haben wir ein gemeinsames Ziel: Wir wollen den demografischen Wandel gestalten.“ Für die Arbeitgeber bedeutet dies auch, pauschale und starre Regelungen wie z.B. Altersfreizeiten in innovative und flexible Instrumente umzuwandeln. Hansen: „Mehr Flexibilität für Unternehmen und Beschäftigte ist möglich – aber nur, wenn sich beide Seiten bewegen und den Mut haben, auch neue Wege zu gehen.“


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