Bundesweite Chemie-Tarifverhandlungen starten:
Arbeitgeber fordern produktivitätsorientierte Tarifpolitik

Vor Beginn der bundesweiten Tarifverhandlungen in der chemischen Industrie fordern die Arbeitgeber die IG BCE dazu auf, die wirtschaftlichen Realitäten und anhaltenden Unsicherheiten der Branche anzuerkennen. BAVC-Verhandlungsführer Hans-Carsten Hansen: „Mit Schwarzmalerei hat das nichts zu tun. Für weite Teile unserer Branche ist die Lage angespannt. Die Zeiten hoffnungsvollen Vorschussverteilens sind vorbei. Verteilt werden kann nur, was auch real erwirtschaftet wird.“

Morgen (Dienstag, 24. Februar 2015) wird die Chemie-Tarifrunde für 550.000 Beschäftigte in 1.900 Betrieben mit der ersten Verhandlung auf Bundesebene in Kassel fortgesetzt.
 
Hansen: „Stillstand, egal auf welchem Niveau, rechtfertigt keine Lohnerhöhung.“
 
Die Arbeitgeber erwarten Lohnzurückhaltung, um nicht die Wettbewerbsfähigkeit der Branche zu gefährden. Das Produktionsniveau lag Ende 2014 gerade einmal knapp 3 Prozent höher als noch im Jahr 2010. Seit 2011 bewegt sich die Branchenkonjunktur seitwärts — es fehlt ein signifikantes Chemie-Wachstum. Und auch der Ausblick 2015 stimmt alles andere als zuversichtlich: nur schwaches Mengenwachstum, rückläufige Erzeugerpreise und nur geringe Umsatzzuwächse. „Stillstand, egal auf welchem Niveau, rechtfertigt keine Lohnerhöhung“, so Hansen. Der Verteilungsspielraum sei daher eng begrenzt.
 

Die Produktivität in der Chemie-Branche stagniert seit mehreren Jahren. „Wir haben allen Grund, uns in dieser Tarifrunde eng an der Produktivitätsentwicklung auszurichten“, bekräftigt Hansen. Die Schere zwischen kräftigen Tariferhöhungen in den letzten Tarifrunden und stagnierender Produktivität dürfe nicht weiter auseinandergehen. „Diese risikoreiche Entwicklung müssen wir aufhalten — im Interesse von Standort, Investitionen und Beschäftigung“, fordert Hansen. Die historisch niedrige Inflation biete beste Rahmenbedingungen für eine produktivitätsorientierte Tarifpolitik. „Selbst bei moderater Entgelterhöhung ist ein Verlust an Kaufkraft für die Arbeitnehmer nicht zu befürchten.“                                        



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