BAVC-Mitgliederversammlung
Eggert Voscherau als BAVC-Präsident wiedergewählt
Kontinuität in Zeiten der Krise

Der Vorstand des Bundesarbeitgeberverbandes Chemie (BAVC) ist auf der Mitglieder-versammlung 2009 in Dresden turnusgemäß neu gewählt worden. Eggert Voscherau, Aufsichtsratsvorsitzender der BASF SE, wurde als Präsident wiedergewählt. Voscherau steht seit 2005 an der Spitze der Chemie-Arbeitgeber. Ebenfalls im Amt bestätigt wurden die stellvertretenden Vorsitzenden Jan H. Peters (Bayer AG) und Peter Schiller (Roche Diagnostics GmbH). Zur neuen Vorstandsbesetzung siehe Seite 2.

Beschäftigung trotz Rezession bislang stabil

In seiner Rede vor der Mitgliederversammlung betonte BAVC-Präsident Voscherau den Ernst der Lage. Die Chemie-Industrie habe gerade das schlechteste Quartal seit Jahrzehnten verkraften müssen. 'Angesichts der Fülle schlechter Nachrichten ist es bemerkenswert, dass die deutsche Chemie-Industrie bisher weitgehend ohne betriebsbedingte Kündigungen auskommt. In anderen Ländern und anderen Branchen ist das nicht der Fall. Wir können heute niemandem versprechen, dass es bei uns weiter ohne Arbeitsplatzabbau geht. Das wäre unredlich. Wir wissen schlicht und einfach nicht, was auf uns zukommt. Aber wir setzen weiterhin alles daran, Kündigungen zu vermeiden. Arbeitsplatzabbau ist und bleibt für die Chemie-Arbeitgeber ultima ratio,' erklärte Voscherau.

Flexibel durch die Krise

In der chemischen Industrie erlauben die zahlreichen Flexibilisierungs-Instrumente des Flächentarifvertrages eine schnelle und zielgenaue Reaktion auf die Krise. Insbesondere die Flexibilität bei Arbeitszeit und Entgelt hilft den Unternehmen in der aktuellen Lage.

Daneben ist Kurzarbeit ein wesentliches Instrument zur Beschäftigungssicherung. Zahlreiche Chemie-Unternehmen nutzen dieses Mittel. Voscherau bezeichnete die vollständige Übernahme der Sozialversicherungsbeiträge nach sechs Monaten Kurzarbeit als 'echte Kostenentlastung. Damit haben die Unternehmen mehr Luft, um die Krise zu überstehen.' Der BAVC-Präsident wies allerdings auch auf die Grenzen der Kurzarbeit hin: 'Sie macht nur dann Sinn, wenn das Unternehmen damit betriebswirtschaftlich überleben kann.'

Ausbildung auch in schwierigen Zeiten

Darüber hinaus bekräftigte Voscherau den Willen der Chemie-Arbeitgeber, das Ausbildungsplatzangebot so weit wie irgend möglich auf dem bisher schon hohen Niveau zu halten. 'Gute Ausbildung sichert die Qualität der Belegschaft von morgen. Deshalb appellieren die Chemie-Sozialpartner an die Unternehmen, in Krisenzeiten weiter in Ausbildung zu investieren,' sagte der BAVC-Präsident.

Der neue BAVC-Vorstand

Dr. Harald Schwager (BASF SE) und Dr. Herbert Stein (Boehringer Ingelheim Deutschland GmbH) wurden neu in den BAVC-Vorstand gewählt. Ausgeschieden sind Klaus   Heinlein (Fuchs Lubritech GmbH) und Rainer Tschersig (Hans Schwarzkopf & Henkel GmbH).

Der BAVC-Vorstand setzt sich demnach wie folgt zusammen:

Präsident
Dr. h.c. Eggert Voscherau (BASF SE)

Stellvertretende Vorsitzende
Jan H. Peters (Bayer AG)
Peter Schiller (Roche Diagnostics GmbH)

Weitere Mitglieder
Hartmut G. Erlinghagen (Merz GmbH & Co. KGaA)
Albert Franz (Mainsite GmbH & Co. KG)
Hans Paul Frey (BAVC)
Dr. Andreas Hungeling (PCK Raffinerie GmbH)
Willibrord Lampen (Evonik Degussa GmbH)
Dr. Harald Schwager (BASF SE)
Dr. Herbert Stein (Boehringer Ingelheim Deutschland GmbH)
Heinz-Gerhard Wente (Continental AG)



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