Ausbildungsvergütung: Aktuelle Debatte

Ausbildungsvergütung: Aktuelle Debatte

Wirtschaftsminister Michael Glos (CSU) forderte jüngst, die Ausbildungsvergütungen einzufrieren, um im Gegenzug mehr Lehrstellen zu schaffen. Die Chemie-Arbeitgeberverbände unterstützen aufgrund der positiven Erfahrungen mit diesem Ansatz den Aufruf des Bundeswirtschaftsministers (siehe BAVC Presse-Information auf Seite 4).

Wesentlicher Kostenblock
Ausbildung lohnt sich für Betriebe, ist aber auch teuer. Daher gilt es, die Kosten zu begrenzen. Für die Betriebe bilden die Ausbildungsvergütungen einen bedeutenden Kostenfaktor. Auf die gesamten Personalkosten der Auszubildenden, d.h. Ausbildungsvergütungen einschließlich der gesetzlichen, tariflichen und freiwilligen Sozialleistungen entfällt nach Angabe im jüngsten Berufsbildungsbericht 2006
(S. 174) die Hälfte der Bruttokosten.

Anreizwirkung
Da es sich bei den Vergütungen um unmittelbar durch die Ausbildung verursachte Kosten handelt, spielen sie bei der Ausbildungsentscheidung der Betriebe eine besondere Rolle. Bei den Ausbildungshemmnissen (siehe Grafik „Warum bilden ausbildungsberechtigte Betriebe nicht aus?“) stehen diese finanziellen Erwägungen aus Sicht der Betriebe an zweiter Stelle, direkt hinter den fehlenden Möglichkeiten zur Übernahme nach der Ausbildung.
Entlastungs-Signal

Die deutschen Chemie-Arbeitgeber haben mit dem zeitweiligen Einfrieren der Ausbildungsvergütungen in der Vergangenheit gute Erfahrungen gemacht.
Für die Unternehmen stellt das von den Tarifparteien vereinbarte Einfrieren der Ausbildungsvergütungen eine objektive Kostenentlastung dar. Dadurch können sie die Zahl der Ausbildungsplätze vermehren.
Gleichzeitig ist es auch ein positives Signal an die Firmen, das psychologische Hemmschwellen überwindet. Viele Unternehmen sind dadurch erfahrungsgemäß motiviert worden, erstmals die Ausbildung aufzunehmen.

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