Entwicklung der Chemieberufe

Entwicklung der Chemieberufe

Seit Mitte der 90er Jahre ist die Zahl der abgeschlossenen Ausbildungsverhältnisse bei den Produktions- und Laborberufen in Deutschland kontinuierlich angestiegen. Dies ergeben die Statistiken des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) und des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK). Bei den Kammern werden alle Ausbildungsverträge der angehenden Fachkräfte in Deutschland registriert.

Zu den Produktionsberufen gehören Chemikanten, Pharmakanten und Chemiebetriebswerker. Zur Gruppe der Laborberufe zählen Biologielaboranten, Chemielaboranten und Chemielaborwerker sowie Lack- und Physiklaboranten.

Wurden im Jahr 1995 noch 11.635 Auszubildende in diesen typischen Chemieberufen ausgebildet, so wurden in 2002 insgesamt 14.956 Ausbildungsverhältnisse gezählt. Dies ist ein Anstieg von mehr als 28 %.
Seit Ende der 90er pendeln die jährlichen Einstellungszahlen zwischen etwa 4.400 und 4.600 Ausbildungsanfängern.
Chemieberufe in Zahlen.

Am weitesten verbreitet in Deutschland ist laut DIHK-Statistik das Berufsbild Chemikant/in mit insgesamt 6.307 Ausbildungsverhältnissen im Jahr 2002. Davon entfallen 805 Ausbildungsstellen oder knapp 13 % auf weibliche Auszubildende. Bei den Chemielaboranten mit insgesamt 5.555 Ausbildungsverträgen sind die Frauen mit einer Anzahl von 3.408 (61%) hingegen eindeutig in der Mehrheit. Noch deutlicher ist dieses Verhältnis im Berufsbild Biologielaborant/in. Von den 1.386 registrierten Ausbildungsverträgen entfallen 1.096 (79%) auf angehende Biologielaborantinnen. Quantitativ wenig ins Gewicht fällt der Beruf Chemielaborwerker/in. Hier wurden in 2002 lediglich noch ganze 13 Auszubildende in Deutschland gezählt. Anders ist dies bei den Chemiebetriebswerkern. Dort gab es immerhin 263 Auszubildende. Zum Vergleich: Physiklaboranten wurden 378 erfasst.
Prüfungserfolge im Berichtsjahr 2002.

Die DIHK-Statistik zur Prüfungsteilnahme bezieht sich auf das Kalenderjahr 2002. In der Zahl der Prüfungsteilnehmer sind die Wiederholungen zweimal enthalten (Prüfungsfälle). Da die Anzahl der Wiederholungsfälle nicht gesondert ausgewiesen wird, lässt sich keine echte Erfolgsquote für die Prüfungspersonen ermitteln. Die ausgewiesene Bestehensquote gibt jedoch Hinweise darauf, wie viele Prüfungen im Kalenderjahr erfolgreich absolviert wurden. Bereits hier ergeben sich durchaus Unterschiede. So rangiert das Berufsbild Chemiebetriebswerker mit einer Bestehensquote von 93,0% am unteren Rand des Spektrums, während das Berufsbild Physiklaborant mit 99,0% an der Spitze steht.

(www.dihk.de)



Berufsbild Prüfungs- darunter Bestehens-
teilnehmer bestanden quote

Chemikant 2.060 1.936 94,0%
Pharmakant 205 194 94,6%
Chemiebetriebswerker 358 333 93,0%
Chemielaborant 1.675 1.623 96,9%
Biologielaborant 368 361 98,1%
Lacklaborant 109 105 96,3%
Physiklaborant 96 95 99,0%
Chemielaborwerker 33 31 93,9%

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