Tarifliche Chemie-Altersvorsorge: Gesicherte Zukunft

Die zusätzliche tarifliche Altersvorsorge, die in der chemischen Industrie angeboten wird, ist zu einem Erfolgsmodell geworden. Seit ihrer Einführung im Jahr 1998 ist sie mehrfach ausgebaut worden. Sie beruht auf
dem Prinzip der Entgeltumwandlung zum Zweck der Altersvorsorge. Die Chemie-Arbeitnehmer haben darauf einen tariflichen Anspruch. Besonderes Merkmal der Chemie-Altersvorsorge ist, dass die umgewandelten Entgeltbeiträge
steuer- und sozialversicherungsfrei sind. Dadurch ergibt sich ein besonders hoher Netto-Anlageeffekt.

Lukrative Chemie-Tarifförderung

Macht der Chemie-Arbeitnehmer von seinem tariflichen Anspruch auf Entgeltumwandlung Gebrauch, so stockt der Arbeitgeber dessen aufgebrachte Beiträge mit einer besonderen „Chemie-Tarifförderung“ auf. Bei einem Grundbetrag von 478,75 Euro pro Jahr beträgt sie 134,98 Euro. Für jede weitere 100 Euro, die der Arbeitnehmer umwandelt, gibt es eine Zusatzförderung von 13 Euro. Dies gilt bis zu einem Maximalbetrag von 2.520 Euro (aktueller Wert für 2007). Diese Beiträge kommen ohne Abzüge der Altersvorsorge zugute. Die Chemie-Altersvorsorge
ist deshalb besonders lukrativ und übertrifft in ihrer Ansparwirkung andere Modelle deutlich.

„Beitragsfreie Entgeltumwandlung ...

Die Beitragsfreiheit der Entgeltumwandlung sollte vorbehaltlich einer Überprüfung durch die Regierung Ende 2008 auslaufen. Dadurch wäre die tarifliche Altersvorsorge per Entgeltumwandlung deutlich schlechter gestellt worden als zum Beispiel die Riester-Rente. Der Bundesarbeitgeberverband Chemie und die IG BCE haben sich als Chemie-Sozialpartner nachhaltig bei den politischen Entscheidungsträgern für eine Beibehaltung der Beitragsfreiheit der Entgeltumwandlung eingesetzt. Sie ist Voraussetzung für eine flächendeckende Verbreitung der dringend erforderlichen zusätzlichen
Altersvorsorge.

... wird fortgesetzt“ (Müntefering)

Auf der Grundlage einer Studie zur Situation und Entwicklung der betrieblichen Altersversorgung 2006, die das Bundesministerium für Arbeit und Soziales in Auftrag gegeben hat, ist nunmehr eine positive Entscheidung
gefallen. Bundesarbeitsminister Franz Müntefering hat in einem Schreiben an die Vorsitzenden von IG BCE und BAVC
vor Kurzem mitgeteilt: „Die Zusatzvorsorge hat noch lange nicht alle erreicht, die sie erreichen soll und muss. Dies ist eine Daueraufgabe, die sichere und langfristig geltende Rahmenbedingungen voraussetzt. Deswegen haben wir uns für eine Fortsetzung der Beitragsfreiheit der Entgeltumwandlung in der betrieblichen Altersversorgung entschieden. Ein entsprechendes Gesetzgebungsverfahren wird die Koalition nach der Sommerpause 2007 auf den Weg
bringen.“

Dauerhafte Grundlage

Mit dieser Entscheidung ist die zusätzliche Altersvorsorge auf eine solide und dauerhafte Grundlage gestellt worden. Dies gilt insbesondere auch für das Chemie-Modell. Dessen weitere Verbreitung wird dadurch gefördert. Die Chemie-Sozialpartner haben bereits eine neue Werbe-Aktion für 2007 gestartet. Wie eine repräsentative Verbandsumfrage des BAVC ergab, machen in den befragten Unternehmen bereits 32 Prozent der Tarifmitarbeiter von der Entgeltumwandlung Gebrauch. Der pro Mitarbeiter umgewandelte Altersvorsorgebetrag liegt bei rund 900
Euro. Insgesamt werden von diesen Mitarbeitern jährlich bereits über 100 Millionen Euro für die tarifliche Altersvorsorge umgewandelt.

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