Gemeinsame Erklärung von BAVC und VAA:Förderung des akademischen Nachwuchses

Der Bundesarbeitgerverband Chemie (BAVC) und der Verband Angestellter Akademiker (VAA) haben eine gemeinsame Erklärung herausgegeben, in der sie sich für die Förderung des akademischen Nachwuchses einsetzen.

Nachfolgend Auszüge wichtiger Passagen:

Kürzere Zeiten im Bildungssystem

"BAVC und VAA sprechen sich gemeinsam dafür aus, die Verweilzeit im Bildungssystem generell zu verkürzen. Hierzu dienen insbesondere eine frühere Einschulung sowie das Abitur nach 12 Jahren. Kürzere Studienzeiten werden mit dem neu eingeführten Bachelor-Abschluss erreicht."
"Qualitativ ist der naturwissenschaftliche Unterricht, bereits beginnend im Vorschulbereich, zu verbessern, alters- und schülergerecht zu gestalten und kontinuierlich anzubieten."
BAVC und VAA schlagen vor, Experten aus der Wirtschaft zur Unterstützung von Schulen und Hochschulen zu benennen und Informationen zum Chemiestudium und zum Chemiearbeitsmarkt bereitzustellen.

Neu gestaltete Studiengänge

"Die nach dem ,Würzburger Modell‘ neu gestalteten Studiengänge sind weiter zu entwickeln. Bachelor-/Master-Studiengänge in der Chemie sind - insbesondere auch ausbildungs- und berufsbegleitend - weiter an den Hochschulen zu etablieren und in der Praxis zu verankern."
"BAVC und VAA regen an, dass sich die Chemiefirmen bei der Gestaltung der Bachelor-Studiengänge aktiv beteiligen. BAVC und VAA bekräftigen, ihre Informationsarbeit zum Thema Bachelor und Master zu intensivieren, insbesondere in dem Bereich der kleinen und mittleren Unternehmen."
"Den universitären Bachelor sehen BAVC und VAA derzeit eher als direkten Durchgang zum Masterstudium an, den FH Bachelor eher als einen ersten berufsbefähigenden Abschluss, auf den (gegebenenfalls nach einer Zeit der Berufspraxis) weiter aufgebaut werden kann."

Tarifliche Eingruppierung

"BAVC und VAA stimmen darin überein, dass die Eingruppierung von Absolventen mit Bachelor-Abschluss gemäß Entgelttarifvertrag nach Funktion und ausgeübter Tätigkeit zu erfolgen hat."

Verstärktes Praktikumsangebot

"BAVC und VAA appellieren an die Firmen, Praktikumplätze sowohl als Grundpraktika als auch als Fachpraktika zur Verfügung zu stellen. Dabei kommen auch Auslandspraktika in Betracht. Hierfür wird ein Zeitrahmen von mindestens sechs Wochen bis maximal sechs Monate für zweckmäßig gehalten."

Interesse für Chemie fördern

"BAVC und VAA sprechen sich dafür aus, Beratungsangebote für Abiturienten, die ein naturwissenschaftliches Studium aufnehmen möchten sowie für Studienabsolventen, die ihre Erstanstellung in der Chemie suchen, weiter zu intensivieren.
Der VAA informiert an Hochschulen über Berufswege in der Chemie. In den Firmen gibt es Kontakte zu speziellen Hochschulen ("Ziel-Hochschulen") und gute Kontakte zu den Lehrstühlen sowie In-House-Informationsveranstaltungen. Ein umfangreiches Informationsangebot existiert im Internet, insbesondere auch seitens des VCI (Fonds) und der GDCh."

Personalentwicklung für Berufseinsteiger

"In den Firmen gibt es eine Reihe von Betreuungsangeboten, angefangen von Einstiegsprogrammen bis hin zu einer gezielten Personalentwicklung. In den Einarbeitungszeiten unterstützen auch ältere Kollegen. Die Bedeutung von Netzwerken (etwa Alumni-Netzwerke) und Wissensmanagementsystemen wird nach gemeinsamer Auffassung von BAVC und VAA zunehmen."

Fortbildung von Führungskräften

"Fortbildung und lebenslanges Lernen sind nach Auffassung beider Verbände gerade auch im Führungskräftebereich unverzichtbar."

Lern- und Veränderungsbereitschaft

"Qualifizierung wird unter Verweis auf die entsprechende Sozialpartner-Vereinbarung zwischen VAA und BAVC als zentraler Faktor angesehen. Darin ist geregelt, dass Mitarbeitergespräche immer auch das Thema Qualifizierung beinhalten sollen. Die Bedeutung des lebenslangen Lernens ist verstärkt hervorzuheben."

"Von Führungskräften wird erwartet, dass sie Eigenbeiträge, etwa über Zeit, einbringen. Sach- und Projektkarrieren finden sich in den Firmen erst ansatzweise. Dies ist im Rahmen der Personalentwicklung zu verstärken und auch von den Führungskräften zu akzeptieren."

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