a) Chemie-Arbeitskosten 2004: Kostendämpfung durch längere Arbeitszeit

Die Arbeitskosten je Beschäftigtenstunde in der westdeutschen chemischen Industrie lagen nach Berechnungen des Bundesarbeitgeberverbandes Chemie (BAVC) im Jahr 2004 bei 41,57 Euro. Dies entspricht einem Anstieg von 0,9 vH gegenüber 2003. Erstmals seit langem haben sich die Personalzusatzkosten auf Stundenbasis wieder ermäßigt, nämlich um 0,2 vH auf 20,11 Euro.

Bezogen auf das Direktentgelt für geleistete Arbeit von 21,46 vH (+1,9 vH), beläuft sich die Personalzusatzkostenquote auf 93,7 vH. Gegenüber dem Rekordwert von 95,7 vH
aus dem Vorjahr ist das ein Rückgang um glatte 2 Prozentpunkte.

Längere Arbeitszeit
Diese auf den ersten Blick überraschende Entwicklung ist vor allem auf kalenderbedingte Arbeitszeiteffekte zurückzuführen. Zum einen war das Jahr 2004 mit 366 Tagen ein Schaltjahr. Zugleich fielen mehrere Feiertage auf Wochenenden. Ein deutlich rückläufiger Krankenstand (vgl. Informationsbrief Nr. 5/2005) hat ebenfalls dazu beigetragen, dass im vergangenen Jahr insgesamt gut vier Tage mehr gearbeitet wurde als ein Jahr zuvor. Dies hat zu erheblichen Verschiebungen zwischen dem Direktentgelt und den Personalzusatzkosten geführt.
Hier zeigt sich in aller Klarheit, dass das Konzept "Mehr arbeiten" zu einer deutlichen Senkung der Personalzusatzkosten beiträgt.

66.877 Euro pro Jahr
Das Entgelt für geleistete Arbeit stieg auf Jahresbasis um 3,9 vH auf 34.529 Euro.
1,9 Prozentpunkte gingen auf das Konto der Stundenentgelte, 2 Prozentpunkte sind der längeren Arbeitszeit zuzuschreiben. Letzteres ist auch der Grund, warum sich die Personalzusatzkosten mit 1,7 vH auf 32.348 Euro nur unterdurchschnittlich erhöht haben.
Im Ergebnis sind die Arbeitskosten je Chemiearbeitnehmer im Jahr 2004 um 2,8 vH auf 66.877 Euro gestiegen.

Personalzusatzkosten
Die Entwicklung der einzelnen Kostenblöcke:
- Der Anteil der Sondervergütungen ist mit 20,8 vH unverändert geblieben.
- Bei der Vergütung arbeitsfreier Tage ist die Quote wegen der längeren effektiven Arbeitszeit deutlich von 23,3 auf 21,5 vH gesunken.
- Der Vorsorgeaufwand hat sich anteilsmäßig kaum verändert. Aber auch hier hat der Arbeitszeitffekt zu einer leichten Absenkung von 42,4 auf 42,1 vH, bezogen auf das Entgelt für tatsächlich geleistete
Arbeit, geführt.
- Ein Plus von 0,1 vH auf 9,3 vH gab es bei den sonstigen Personalzusatzkosten. Hauptgrund: Vermehrte Aufwendungen durch die erhöhten Ausbildungszahlen.

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