Vom Diplom zum Bachelor

Diplom-Kaufmann oder Bachelor of Business Administration? Magister in Politikwissenschaft oder Bachelor of Arts in Politics? Dies fragen sich heute viele angehende Studenten. Denn seit 29 europäische Staaten in der Bologna-Erklärung angekündigt haben, ihre Studiensysteme bis 2010 auf Bachelor- und Master-Abschlüsse umzustellen, bieten immer mehr deutsche Hochschulen Studiengänge mit solchen Abschlüssen an. Meist allerdings noch parallel zu entsprechenden Diplom- und Magisterstudiengängen.
Vielen angehenden Studenten, die sich heute für einen Studiengang entscheiden müssen, fällt die Entscheidung bei der Frage "Diplom oder Bachelor?" schwer. Verständlicherweise, denn das deutsche Diplom ist ein Markenzeichen, das in der Wirtschaft ein hohes Ansehen genießt. Die neuen Abschlüsse hingegen sagen vielen Personalverantwortlichen noch wenig.

Auslaufmodell "Diplom"

Dr. Wolfgang Habermann, Präsident der "Provadis School of International Management and Technology" in Frankfurt-Höchst rät Studenten dennoch zum Bachelor-Abschluss, denn der in Bologna angestoßene Prozess sei unumkehrbar. Diplom und Magister seien Auslaufmodelle, dem Bachelor und Master gehöre die Zukunft. Die neuen gestuften Abschlüsse bieten den Studierenden einige Vorteile. Der Wichtigste: Nach drei Jahren haben sie mit dem Bachelor einen berufsqualifizierenden akademischen Abschluss in der Tasche.
Auch der Verband der Chemischen Industrie (VCI) hat die Bedeutung des Bachelor erkannt. Ein Merkmal der traditionellen Chemieausbildung in Deutschland ist, dass ein berufsbefähigender Abschluss erst nach
einer langen Studiendauer erreicht wird. Deutsche Hochschulabsolventen sind auch aus diesem Grund im Vergleich mit ihren Konkurrenten aus dem Ausland zwar gründlicher ausgebildet, aber zu alt, so der VCI.

"Bachelor welcome"

Die Zentralstelle für Arbeitsvermittlung (ZAV) hat allerdings herausgefunden, dass in den Naturwissenschaften die neuen Studienabschlüsse Bachelor und Master zurzeit noch eine "mehr als untergeordnete" Rolle spielen. So sind nur wenige Absolventen mit solchen Abschlüssen auf dem Arbeitsmarkt. Aber auch Offerten von Arbeitgebern lassen erkennen, dass diese akademischen Abschlüsse bisher entweder nicht gefragt oder nicht ausreichend bekannt sind. Einige Großfirmen, auch aus der chemischen Industrie, haben deshalb mit einem gemeinsamen Aufruf "Bachelor welcome!" reagiert und damit bekundet, dieser Gruppe auf dem Arbeitsmarkt zukünftig zunehmende Beachtung zu schenken.

Akkreditierung

Eng mit der Umstellung der Studiengänge verknüpft ist eine neue Form der Qualitätssicherung: Alle Bachelor- und Masterstudiengänge müssen ein Akkreditierungsverfahren durchlaufen. Sonst werden ihre Abschlüsse national und international nicht anerkannt. Diese Akkreditierung erfolgt durch spezielle Agenturen. Sie sind vom Akkreditierungsrat, einem von den deutschen Kultusministern eingerichteten Gremium, zugelassen. Zurzeit gibt es in Deutschland sechs Akkreditierungsagenturen, die miteinander konkurrieren.
Welche Agentur ihre Studiengänge prüft, kann jede Hochschule selbst entscheiden. So prüft zum Beispiel die ASIIN außer Informatik- vor allem ingenieur- und naturwissenschaftliche Studiengänge, die FIBAA hingegen prüft wirtschaftswissenschaftliche Studiengänge. Provadis hat seine Abschlüsse von diesen Agenturen akkreditieren lassen und wird sich auch einer Begutachtung des Deutschen Wissenschaftsrates stellen.

Berufsbegleitendes Studium

An der Provadis-Hochschule besteht die Möglichkeit, den Bachelor auf dem Weg des berufsbegleitenden Studiums zu erwerben. Damit können Unternehmen gute Mitarbeiter an sich binden und ihnen einen Karriereweg eröffnen. Für die Studierenden hat das den Vorteil, dass sie nicht auf ihr Einkommen verzichten müssen.

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