BAVC-Konjunktur-Umfrage 2004:Keine Aufschwungstimmung

Der Bundesarbeitgeberverband Chemie (BAVC) hat - wie schon in den vergangenen Jahren - zum Jahresbeginn 2004 eine Konjunktur-Umfrage unter den Mitgliedsunternehmen der Chemie-Arbeitgeberverbände durchgeführt. An der Umfrage nahmen insgesamt 889 Unternehmen mit rund 548.000 Beschäftigten teil. Sie erfasst damit 94 vH der Beschäftigten im Organisationsbereich des BAVC.

Lage ist nicht "gut"

Zu Jahresbeginn 2004 schätzten lediglich 8 vH der Mitgliedsunternehmen der Chemie-Arbeitgeberverbände die konjunkturelle Situation ihrer jeweiligen Sparte als "gut" ein. Während 42 vH noch eine neutrale Bewertung ("befriedigend") abgaben, nannten 38 vH der Unternehmen die Lage "kaum befriedigend" und 11 vH sogar explizit als "schlecht". Damit befindet sich die Hälfte der Unternehmen in einer für sie auf Dauer nicht tragfähigen konjunkturellen Situation.

Wenig Aufschwung-Erwartungen

Die Konjunkturentwicklung 2004 im eigenen Tätigkeitsbereich wird lediglich von 22 vH der Unternehmen "positiv" eingeschätzt. 62 vH gingen hingegen davon aus, dass sich auch 2004 keine Verbesserung der konjunkturellen Situation ergeben wird. 15 vH erwarten sogar eine weitere Verschlechterung. Für eine "Aufschwungstimmung" in der deutschen Chemiebranche gibt es somit keinerlei Anzeichen. Der im März eingeknickte ifo-Geschäftsklimaindex für die Branche (siehe Seite 6) bestätigt dieses Meinungsbild der BAVC-Umfrage.

Weitere Standortverlagerungen ...

Von den Unternehmen der deutschen Chemie-Industrie gaben 6 vH in der Umfrage an, dass sie bereits beschlossen haben, weitere Betriebe oder Teilbetriebe in das Ausland zu verlagern. Ein Teil der Arbeitsplätze in diesen Unternehmen fällt damit am Standort Deutschland weg. Weitere 20 vH der Mitgliedsunternehmen befinden sich nach eigenen Angaben bereits in der konkreten Planung oder Diskussion von zusätzlichen Verlagerungen von Teilbetrieben oder Betrieben in das Ausland. Damit sind auch in diesen Unternehmen Arbeitsplätze potenziell bedroht.

... auch im Mittelstand

Dabei sind es mittlerweile nicht mehr nur die Groß-Unternehmen, die ins Ausland gehen. Mehr als ein Drittel (36,1 vH) der Betriebe mit einer Beschäftigtenzahl von 500 bis 1.000 haben bereits entsprechende Beschlüsse gefasst oder in der "Pipeline". Auch 28,2 vH der mittelständischen Chemie-Unternehmen mit einer Beschäftigtenzahl zwischen 100 und 500 geben an, dass sie weitere Verlagerungen von Teilbetrieben oder ganzen Betrieben in das Ausland bereits beschlossen haben oder planen. Zusätzlich zum schleichenden Prozess von Erweiterungsinvestitionen an ausländischen Standorten hat sich somit auch die direkte Verlagerung bisher bestehender Arbeitsplätze verstärkt.

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