Chemie-Entgelte 2003: Reallohnplus

Nach den inzwischen vorliegenden amtlichen Daten des Statistischen Bundesamtes für das Jahr 2003 stellt sich die Situation bei den Löhnen und Gehältern in der chemischen Industrie aus Sicht der Mitarbeiter günstig dar. Und dies gleich in mehrfacher Hinsicht:

Plus in der Summe ...

Die Bruttolohn- und -gehaltsumme ist im vergangenen Jahr um 2,3 vH auf 20,3 Mrd. Euro gestiegen. In der Gesamtindustrie ging sie um 0,4 vH zurück.
Dies hängt mit der Beschäftigungsentwicklung zusammen. Während die Zahl der Beschäftigten in der chemischen Industrie - in der engen Abgrenzung der amtlichen Statistik - mit -0,2 vH in etwa stagniert hat und bei 464.400 lag, war die Beschäftigtenzahl in der Industrie insgesamt deutlich rückläufig. Sie sank um 2,5 vH auf gut 6 Millionen Mitarbeiter.

... und Plus pro Kopf

Die Bruttolohn- und -gehaltsumme, je Beschäftigten gerechnet, erreichte in der chemischen Industrie im vergangenen Jahr 43.700 Euro, was einem Plus von 2,6 vH entspricht. Im verarbeitenden Gewerbe lag sie bei 36.900 Euro - ein Plus von 2,2 vH.
Bei einer Inflationsrate von 1,1 vH erreichten die Chemie-Beschäftigten im zurückliegenden Jahr trotz wirtschaftlich schwieriger Zeiten einen Bruttoreallohnanstieg von 1,5 vH.

Hohes Qualifikationsniveau

Die Niveau-Unterschiede zum verarbeitenden Gewerbe resultieren zum einen aus einem überdurchschnittlich hohen Angestelltenanteil in der chemischen Industrie, der auch im vergangenen Jahr weiter zugenommen hat und inzwischen bei gut 55 vH liegt, verglichen mit gut 38 vH im verarbeitenden Gewerbe. Hinzu kommt, dass auch die oberen Entgeltgruppen überdurchschnittlich besetzt sind, insbesondere auch der Bereich der Facharbeiter. Dies hängt wiederum mit überdurchschnittlich hohen Qualifikationsanforderungen in der chemischen Industrie zusammen. Ihnen entspricht ein überdurchschnittliches Qualifikationsniveau der Chemie-Mitarbeiter.

High-Tech-Branche Chemie

Insofern reflektiert die chemische Industrie die typische Beschäftigungsstruktur einer High-Tech-Industrie. Diese ist auch dadurch gekennzeichnet, dass der Anteil der Bruttolohn- und -gehaltsumme am Umsatz tendenziell weniger hoch ist als in den weniger kapitalintensiven Branchen. So belief sich dieser Anteil in der chemischen Industrie
im vergangenen Jahr auf 15,0 vH, während es im industriellen Durchschnitt 16,7 vH waren. Im Zeitablauf haben sich beide Quoten einander angenähert, d. h. auch im verarbeitenden Gewerbe hat ein zunehmender Kapitalintensivierungsprozess stattgefunden.

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