Chemiestudium wieder mehr gefragt

Nach Angaben der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) hat sich die Zahl der Chemiestudienanfänger im Jahr 2002 gegenüber den Vorjahren erneut kräftig erhöht, während die Zahl der Diplomprüfungen auf niedrigem Niveau blieb. Die Zahl der Promotionsprüfungen ist erneut zurückgegangen. Dieser Trend wird sich in den kommenden drei bis vier Jahren noch weiter fortsetzen. Er spiegelt die gesunkenen Studienanfängerzahlen in den 90er Jahren wieder.

Bachelor-Studium im Kommen

Im Jahr 2002 begannen 5.322 Anfänger ihr Chemie-Studium, davon 665 in einem Bachelor-Studiengang. Die Zahl der Studienanfänger erhöhte sich damit gegenüber dem Vorjahr um gut 8 vH. Der Anteil weiblicher Studienanfänger in der Chemie lag wie im Vorjahr bei 4 vH. Die Gesamtzahl der Chemiestudierenden betrug 23.732 Studenten, darunter 5.244 Doktoranden.

Promotionen weiter rückläufig

Die Zahl der Diplomprüfungen entsprach mit 1.019 der des Vorjahres, während bei den Promotionen mit 1.505 Prüfungen erwartungsgemäß ein Rückgang gegenüber dem Vorjahr (1.775) beobachtet wurde. Die durchschnittliche Studiendauer bis zum Diplom einschließlich der Diplomarbeit betrug 11,9 Semester, bis zur Promotion 20,1 Semester. Noch immer schließen die meisten Diplom-Chemiker (93 vH im Jahr 2002) an ihr Studium eine Promotion an.

Chemikerkarrieren

Von den promovierten Absolventen wurden 38 vH in der chemischen Industrie eingestellt. 12 vH fanden eine Anstellung in der übrigen Wirtschaft und 14 vH der Chemiker gingen nach der Promotion zunächst ins Ausland, in den meisten Fällen zu einem Postdoc-Aufenthalt. 15 vH betrug der Anteil derjenigen, die eine zunächst befristete Stelle im Inland annahmen und 6 vH der Absolventen blieben nach der Promotion im Forschungsbereich an einer Hochschule oder einem Forschungsinstitut. 4 vH kamen im öffentlichen Dienst unter, jeweils 1 vH nahm ein Zweitstudium auf oder wurde freiberuflich tätig. 9 vH der promovierten Absolventen waren zum Zeitpunkt der Umfrage stellensuchend. (Dieser Wert sinkt aus statistischen Gründen kaum unter 5 vH.)

In den kommenden zwei Jahren wird die Anzahl der Diplom- bzw. Masterabsolventen auf niedrigem Niveau bleiben. Auch die Zahl der Promotionen wird weiter zurückgehen und voraussichtlich auf unter 1000 pro Jahr fallen.

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