BAVC zu Arbeitskosten 2003: Treibsatz Sozialversicherung

Zum 1. Januar 2003 sind durch Veränderungen bei den Sozialversicherungen eine ganze Reihe von Arbeitskostensteigerungen in Kraft getreten. Eine Analyse des Bundesarbeitgeberverbandes Chemie (BAVC) schätzt die Gesamtkostenbelastung der Unternehmen der chemischen Industrie hieraus auf gut 0,7 vH der Bruttolohn- und -gehaltsumme.

Höhere Beiträge und ...

Mit Beginn des Jahres 2003 steigen die Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung von 19,1 vH auf 19,5 vH. Im Bereich der gesetzlichen Krankenversicherungen sind eine Reihe von Beitragssteigerungen bereits beschlossen, andere wurden für das Frühjahr 2003 angekündigt. Die Höhe der jeweiligen Beitragssteigerungen ist unterschiedlich. Es kann jedoch davon ausgegangen werden, dass der durchschnittliche Beitragssatz der gesetzlichen Krankenversicherungen von etwa 13,5 vH auf über 14 vH steigen wird.

... höhere Bemessungsgrenzen

Die Beitragsbemessungsgrenze, d. h. der Teil des Bruttoentgelts, auf den Beiträge an die Sozialversicherungen gezahlt werden müssen, steigt in der gesetzlichen Renten- und Arbeitslosenversicherung von monatlich 4.500 Euro im letzten Jahr auf nunmehr 5.100 Euro. Dies ist eine Erhöhung um über 13 vH. Die Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung steigt um 2,2 vH auf jetzt 3.450 Euro.

Durch die überproportional starke Steigerung der Beitragsbemessungsgrenze der Renten- und Arbeitslosenversicherung steigen die Kosten hier nicht nur in Form der Beitragserhöhung, sondern auch dadurch, dass Entgelte, die bisher nicht der Beitragspflicht unterlagen, nun erstmals mit dem vollen Beitragssatz belegt werden.

Die Beiträge zu den gesetzlichen Sozialversicherungen werden jeweils zur Hälfte vom Arbeitgeber gezahlt. Dadurch steigen im entsprechenden Umfang die Arbeitskosten.

153 Millionen Euro Mehrkosten

Nach BAVC-Schätzung steigen die Sozialversicherungsbeiträge der Arbeitgeber der chemischen Industrie auf Jahresbasis um rund 153 Millionen Euro. Dies entspricht einer Steigerung der Beitragszahlungen um etwa 4,4 vH gegenüber 2002.

Bezogen auf die Bruttolohn- und -gehaltsumme ergibt dies eine Kostensteigerung um über 0,7 vH. Da diese Mittel zu Gunsten der gesetzlichen Sozialversicherung umverteilt werden, verringert sich dadurch auch der tarifpolitische Verteilungsspielraum entsprechend.

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