EMNID-Umfrage: Soziale Sicherung im MeinungstestRentenversicherung nicht ausreichend

Eine Mehrheit von 55 vH der Deutschen befürchtet nach eigenen Angaben, dass ihre soziale Absicherung durch die gesetzliche Rente nicht ausreichend ist.
Dagegen halten noch 65 vH aller deutschen Befragten ihren Schutz bei Krankheit für ausreichend.

Dies sind weitere Ergebnisse einer demoskopischen Repräsentativumfrage, die das EMNID-Institut auf Veranlassung des Bundesarbeitgeberverbandes Chemie (BAVC) durchgeführt hat. Die Umfrage mit dem Thema "Globalisierung - Gesellschaft im Wandel" lief kurz vor der Bundestagswahl.

Befragt wurde eine repräsentative Bevölkerungsstichprobe von 2.111 Personen in Ost- und Westdeutschland.

Die Umfrage-Ergebnisse spiegeln das Meinungsspektrum vor den Sparbeschlüssen der Bundesregierung wider. Sie zeigen Zwiespältiges:

Einerseits ist die Bevölkerung für die zukünftig entstehende Lücke in der gesetzlichen Rentenversicherung sensibilisiert. Andererseits werden die Finanzierungsprobleme in der gesetzlichen Krankenversicherung von den Bürgern als Problem noch nicht wahrgenommen. Nachfolgend die Ergebnisse im Einzelnen:

"Rente nicht ausreichend"

Frage: "Denken Sie jetzt bitte einmal an Ihre soziale Sicherung, also an Ihre Rente und an Ihre Kranken- und Pflegeversicherung. Wie ist das mit Ihrer Rentenversicherung. Halten Sie Ihre Rentenversicherung für ausreichend oder nicht ausreichend?"

Eine Mehrheit aller deutschen Befragten (55 vH) befürchtet, dass ihre Rentenversicherung nicht ausreichend ist. Dies gilt in gleicher Weise für Befragte in West- und Ostdeutschland (jeweils 55 vH). Fast zwei Drittel der heute Berufstätigen (66 vH) halten ihre Rentenversicherung für nicht ausreichend, und nur ein Drittel (33 vH) glaubt, dass sie ausreicht. Besonders groß sind die Befürchtungen bei den Altersgruppen zwischen 20 und 49 Jahren. Dort glauben 70 vH der Befragten nicht, dass ihre Rentenversicherung ausreichend sein wird. In der Altersgruppe der 50- bis 64-Jährigen kehrt sich das Meinungsspektrum um. Dort hält eine Mehrheit von 51 vH ihre Rente für ausreichend. Bei den heutigen Rentnern und Pensionären steigt der Anteil auf 67 vH.

"Krankenversicherung ausreichend"

Frage: "Wie ist das mit Ihrer Kranken- und Pflegeversicherung. Halten Sie Ihre Kranken- und Pflegeversicherung für ausreichend oder für nicht ausreichend?"

65 vH aller deutschen Befragten sehen nach der Umfrage ihre Kranken- und Pflegeversicherung als ausreichend an, ein Drittel (34 vH) dagegen nicht. Dieses Meinungsspektrum zieht sich mit relativ geringen Abweichungen durch die meisten Befragtengruppen. So halten 61 vH der Berufstätigen ihre Kranken- und Pflegeversicherung für ausreichend. Jeder Vierte (39 vH) sieht jedoch Versorgungsdefizite. Der Grad der Zufriedenheit ist abhängig vom Lebensalter. 58 vH der 20- bis 29-Jährigen halten sich der Umfrage zufolge im Krankheitsfall für ausreichend abgesichert. Bei den Befragten im Alter ab 65 Jahren sind es sogar 73 vH, während 26 vH dies verneinen. Diese Ergebnisse machen deutlich, dass die akuten Finanzierungs- und Reformprobleme der gesetzlichen Krankenversicherung vom deutschen Bürger bisher noch nicht als Versorgungsmangel empfunden werden.

Datum: 7. November 2002
Bundesarbeitgeberverband Chemie e.V.
Abraham-Lincoln-Str. 24
65189 Wiesbaden
Ansprechpartner: Burkhard Jahn
Telefon: +49 611 77881-0
E-Mail: presse@bavc.de

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