Chemiekonjunktur: Sinkende Erzeugerpreise erhöhen Margendruck

Die Erzeugerpreise der chemischen Industrie lagen im Februar 2002 um 3,1 vH niedriger als zu Beginn des vergangenen Jahres.

Seit 1995 keine Preiserhöhung

Der Indexwert der Chemie-Erzeugerpreise in der vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Form erreichte einen Wert von 99,6. Damit liegen die Erzeugerpreise, d.h. die Preise, die die Unternehmen in der chemischen Industrie für den Absatz ihrer Produkte in Deutschland erzielen konnten, niedriger als im Jahr 1995. Das bedeutet, dass praktisch über 7 Jahre keine nachhaltigen Preiserhöhungen möglich waren. Ein Ende des Negativtrends ist kurzfristig nicht abzusehen. Es muss damit gerechnet werden, dass die Erzeugerpreise im laufenden Jahr noch weiter fallen werden.

Zangenbewegung

Im gleichen Zeitraum sind die Kosten der Unternehmen deutlich gestiegen. So erhöhten sich alleine die Arbeitskosten je Beschäftigungsstunde in der westdeutschen Chemischen Industrie um gut 12,4 vH. Aber auch andere Kostensteigerungen mussten die Unternehmen verkraften, so z. B. im Bereich der Rohstoffe. Der Importpreis für Rohöl stieg in nationaler Währung gerechnet von 1995 bis 2001 auf das Doppelte an.

Erträge hinken hinterher ...

Die Ertragslage der in Deutschland produzierenden Unternehmen der Chemischen Industrie ist dadurch unter Druck geraten. Kostensteigerungen und nachhaltig nicht durchsetzbare Preiserhöhungen haben die Unternehmen dazu gezwungen, andere Wege zu finden. So mussten Produktivitätssteigerungen im Wesentlichen durch
Rationalisierungsmaßnahmen erreicht werden.

... im internationalen Vergleich

Dabei war bereits die Ausgangslage der Chemieerträge im internationalen Vergleich eher bescheiden. So betrug die Netto-Umsatzrendite der deutschen Chemiekonzerne im Jahr 2000 4,4 vH. Die Chemiekonzerne in der gesamten Europäischen Union konnten im Durchschnitt damals bereits Renditen von 7,0 vH erzielen und die US-amerikanischen Chemiekonzerne erwirtschafteten sogar Nettoumsatzrenditen von 10,4 vH.

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