Chemie-Tarifrunde 2008Vor schwierigen Verhandlungen

In der Tarifrunde 2008 für die 550.000 Beschäftigten der deutschen chemischen Industrie hat die Bundestarifkommission der IG BCE heute umfangreiche Beschlüsse zu den Themen "Ausbildung" und "flexible Lebensarbeitszeit" gefasst. Die Kostenwirkung dieses Forderungspakets ist für die Chemie-Arbeitgeber derzeit noch nicht kalkulierbar. Der Bundesarbeitgeberverband Chemie (BAVC) hat deshalb erneut auf die konjunkturellen Risiko-Faktoren hingewiesen, die sich im Vorfeld der Tarifverhandlungen aufbauen. BAVC-Hauptgeschäftsführer Hans Paul Frey: „Alle Prognosen sagen für das laufende Jahr sinkende Wachstumsraten voraus, sowohl gesamtwirtschftlich als auch für die Chemie. Wir dürfen nicht einfach nach dem Motto "Augen zu und durch" weitermachen."

"Abschied vom frühzeitigen Ausstieg aus dem Arbeitsleben erforderlich"

Zu den Forderungen der IG BCE nach Abschluss eines Tarifvertrages "Flexible Instrumente zur Gestaltung der Lebensarbeitszeit" erklärte Frey: "Dem grundlegenden Trend einer alternden Gesellschaft können sich weder Unternehmen noch Beschäftigte entziehen. Wir brauchen eine sachgerechte Auseinandersetzung mit dem Thema Demografie. Dabei müssen wir uns von flächendeckenden Anspruchslösungen der Vergangenheit verabschieden. Das gilt für die Altersteilzeit genauso wie für alternative Überlegungen, mit Teilrenten-Modellen ähnliche Ergebnisse zu erzielen."
Die gesetzlichen und tariflichen Anreize dürften nicht mehr den vorzeitigen Ausstieg aus der Erwerbstätigkeit zum Ziel haben, sondern die Beschäftigung in einer längeren Lebensarbeitszeit. "Wir müssen in Zukunft länger arbeiten können", betonte Frey. "Die geforderte Verlängerung des Altersteilzeit-Tarifvertrages mit aufgestockter Teilrente steht dem diametral entgegen. Deshalb geht die Forderung in die falsche Richtung".

Chemie mit vorbildlicher Ausbildungsbilanz

Im Bereich Ausbildung habe die chemische Industrie eine hervorragende Bilanz vorzuweisen. Allein im Jahr 2007 sei die Vorgabe des Tarifvertrages "Zukunft durch Ausbildung" mit 9.328 neu angebotenen Ausbildungsplätzen deutlich übertroffen worden. Für 2008 sei vereinbart, das erreichte hohe Niveau zu halten. "Seit 2003 haben wir das Ausbildungsniveau in der Branche um mehr als neun Prozent erhöht", hob Frey hervor. "Diese Erfolgsstory gemeinsam fortzusetzen, wird Gegenstand der Verhandlungen sein müssen."


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