Chemie-Arbeitgeber zur Chemie-Tarifrunde 2007: Ziel ist ein realistischer AbschlussVor der entscheidenden Verhandlung

Am 8. März werden in Lahnstein die Tarifverhandlungen für die 1.900 Mitgliedsunternehmen und 550.000 Beschäftigten der chemischen Industrie in 2. Runde auf Bundesebene fortgesetzt. Die erste Bundesverhandlung war am 8. Februar vertagt worden. Die beiden Tarifparteien – der Bundesarbeitgeberverband Chemie (BAVC) und die IG BCE – hatten in entscheidenden Punkten keine Annäherung erzielen können.

Der Verhandlungsführer des BAVC, Hans-Carsten Hansen, sagte zu der bevorstehenden entscheidenden Verhandlungsrunde: "Die Chemie-Arbeitgeber halten ihre Forderung nach Tarifrealismus aufrecht. Was wir brauchen, ist eine nachhaltige Tarifpolitik mit einem realistischen Blick für das Machbare. Die Akteure dürfen sich nicht von den guten Vorjahreszahlen einiger großer Unternehmen beeindrucken lassen. Wir müssen einen Tarifabschluss zustande bringen, der auch für die vielen mittleren und kleinen Mitgliedsunternehmen im Flächentarifvertrag dauerhaft verkraftbar ist. Diese Unternehmen müssen nämlich auch dann, wenn das Wachstum wieder zurück geht, die Entgelte ihrer Arbeitnehmer weiterbezahlen. Es muss eine vernünftige Balance gefunden werden, damit nicht am Ende Tarifpolitik zu Lasten von Arbeitsplätzen geht."

Kompromissfähigkeit und Abschlusswille gefordert

Die Chemie-Arbeitgeber - so Hansen - hätten bereits deutlich gemacht, dass es auch in 2007 wieder eine angemessene und vernünftige Tariferhöhung geben werde. Diese müsse aber mit Realismus auf beiden Seiten am Verhandlungstisch gefunden werden. Die jüngsten Mobilisierungsaktionen und emotionalisierten Demonstrationen der IG BCE zeigten allerdings, dass die Positionen immer noch weit auseinander liegen. "Tarifverhandlungen sind keine Sache für zartbesaitete Klosterschüler. Aber wenn eine weitere Zuspitzung vermieden werden soll, werden in der Verhandlung am 8. März die Kompromissfähigkeit und der Abschlusswille beider Seiten aufs Äußerste gefordert sein. Die Chemie-Arbeitgeber werden ihren Beitrag dazu leisten", kündigte Hansen an.

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